Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie im Krankenhaus Agatharied

Die Deutsche Herniengesellschaft hat die chirurgische Abteilung mit dem Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ ausgezeichnet. Die Anerkennung durch die Deutsche Herniengesellschaft dokumentiert, dass die Hernienchirurgie in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im Krankenhaus Agatharied für eine exzellent gesicherte Qualität steht. Die Zertifizierung wurde ins Leben gerufen, um eine gleichbleibend hohe Qualität der Patientenversorgung zu gewährleisten.

In unserem breiten Spektrum der Chirurgie ist die Hernienchirurgie ein Schwerpunkt. Hernien gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern, die chirurgisch, also durch eine Operation, behandelt werden müssen. Eine Hernie (=Bruch) ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Gewebeschwäche in der Bauchwand. Überschreitet die Hernie den Bauchraum, wird sie an der Körperoberfläche durch eine Vorwölbung sichtbar. Hernien können im Bereich der Leiste, des Nabels, der Bauchmittellinie oder auch dort, wo einmal eine Operation vorgenommen wurde, auftreten. Entsprechend nennt man sie Leistenhernie, Nabelhernie, Bauchwandhernie oder Narbenhernie.

Laut Statistischem Bundesamt sind Leistenbrüche zahlenmäßig mit 187.000 Eingriffen die häufigsten, gefolgt von Narbenbrüchen mit 48.000, Nabelbrüchen mit 42.500 und Brüchen im Oberbauch mit ca. 9.000. Werden Zwerchfellbrüche und andere seltenere Brucharten mitgezählt, ergibt sich eine Gesamtzahl von beinahe 300.000 Operationen in Deutschland.

Mit einem Anteil von ca. 10-15% der visceralchirurgischen Operationen sind die Hernienoperationen heute ein wichtiger Faktor im Gesundheitswesen. Hiervon ist die Leistenbruchoperation mit ca. 220.000 Eingriffen im Jahr der häufigste allgemeinchirurgische Eingriff in Deutschland.

Gerade bei der Versorgung des Leistenbruches hat sich die chirurgische Therapie in der unmittelbaren Vergangenheit kontinuierlich weiterentwickelt. Die offenen Operationsverfahren wurden kontinuierlich verbessert, die Implantation von Netzen zur Verstärkung der Bauchwand eingeführt. Die implantierten Netze wurden den Bedürfnissen entsprechend modifiziert.

Mit der Einführung minimal-invasiver Operationstechniken (kleinster Schnitt) konnte nochmals eine Verbesserung in der Versorgung von Bauchwandbrüchen erreicht werden.

Die Auswahl des geeigneten Operationsverfahrens (offen oder minmal-invasiv, mit Netzverstärkung oder ohne) für den einzelnen Patienten stellt heute deshalb die wesentliche Herausforderung für den behandelnden Chirurgen dar.