Aktuelle Informationen auf einen Blick.

Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen

Bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Brust oder der weiblichen Genitalorgane sind sie in der Gynäkologischen Onkologie bzw. dem Brustzentrum am Krankenhaus Agatharied an der richtigen Adresse. Die Abteilung bietet neben einer umfassenden Diagnostik individuell angepasste, stadiengerechte Therapieverfahren. Ist ein Eingriff nötig, führen wir diesen nach Möglichkeit minimal-invasiv durch.

 

Behandlungsgebiete

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor bei Frauen – das Erkrankungsrisiko liegt zwischen neun und zehn Prozent. Doch auch viele Männer erkranken an dieser Tumorform. Wenn der Tumor in einem frühen Stadium im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen oder bei einer Selbstuntersuchung erkannt wird, sind viele Patientinnen und Patienten heilbar.

In unserem Brustzentrum führen wir eine ganzheitliche Behandlung durch. Dafür erarbeiten wir in einem erfahrenen interdiziplinären Team einen individuellen Therapieplan nach international geltenden Therapiestandards. In der Tumorkonferenz legen Ärzte der verschiedenen beteiligten Fachdisziplinen - Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie, Internistische Onkologie sowie Plastische Chirurgie - gemeinsam das weitere Vorgehen fest. Auch niedergelassene Gynäkologen können an den Besprechungen digital teilnehmen.

Als Lehrkrankenhaus der Ludwig Maximilians Universität orientieren wir uns selbstverständlich am aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand und wirken durch die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien auch aktiv an der Forschung mit.

Auch Krebserkrankungen der Gebärmutter sind nicht selten. Ein Krebs des Gebärmutterkörpers (Endometriumkarzinom) tritt vor allem zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr auf und macht sich in der Regel frühzeitig durch eine Blutung nach den Wechseljahren bemerkbar. Dieses Warnsignal sollte ernst genommen und mit einer Ausschabung (Abrasio) abgeklärt werden. Durch eine Operation kann dann oft eine Heilung erreicht werden. Manchmal ist eine Nachbestrahlung nötig.

Der Krebs des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom) ist weltweit eine häufige Todesursache, in Deutschland aber durch die flächendeckende Vorsorge selten geworden. Betroffen sind auch jüngere Frauen zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr. Durch die operative Entfernung (Konisation) der Vorstufen des Zervixkarzinoms kann man die Entstehung des Karzinoms selbst oft vermeiden. Gegen die auslösenden Viren gibt es seit einigen Jahren eine Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die Therapie des Karzinoms besteht - je nach Ausdehnung -  in einer Operation oder in einer Strahlentherapie, manchmal unter Hinzunahme einer Chemotherapie.

Der bösartige Tumor der Eierstöcke (Ovarialkarzinom) oder der Eileiter ist eine eher seltene, aber aggressive Krebsart. Sie ist durch Früherkennung nicht ausreichend zu diagnostizieren, führt erst spät zu Beschwerden und wird dadurch oft erst erkannt, wenn sie weit fortgeschritten ist. Die Therapie besteht aus Operation und Chemotherapie.

Die Therapie der bösartigen Erkrankungen der Scheide und des weiblichen Schambereichs besteht meist zunächst in der Operation. Auch hier wird der Behandlungsplan stadienabhängig in enger Kooperation mit den internistischen Onkologen und den Strahlentherapeuten individuell für die Patientin entworfen.

 

 

Ansprechpartner

Chefarzt
PD Dr. med. Dr. h.c. Stefan Rimbach

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Gynäkologische Onkologie, Spezielle operative Gynäkologie, MIC III

Leitende Oberärztin
PD Dr. Med. Julia Dorn

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Gynäkologische Onkologie
Koordinatorin Brustzentrum

Im Krankenhaus Agatharied werden Sie bei allen Krebs-Erkrankungen von einem exzellent ausgebildeten interdisziplinären Team behandelt. Gynäkologische und chirurgische Operateure, Radiologen, Strahlentherapeuten, Internisten und Onkologen kümmern sich gemeinsam um einen guten Behandlungserfolg. Alle Therapieverfahren erfolgen nach den aktuellen Leitlinien der modernen Krebstherapie.

Genauso wichtig wie die fachliche Kompetenz ist uns eine patientenorientierte, individuelle und einfühlsame Betreuung, die den Wünschen und Bedürfnissen jeder einzelnen Frau Rechnung trägt. Wir nehmen uns Zeit, um allen uns anvertrauten Patientinnen die Unterstützung und Begleitung zu gewähren, die sie im Umgang mit ihrer Erkrankung benötigen. Konsiliarärztliche Unterstützung erfolgt durch erfahrene Psycho-Onkologen.

Nach Terminabsprache bieten wir Spezialsprechstunden für gut- und bösartige Erkrankungen der Brust sowie eine onkologische Sprechstunde an.