Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen

Ihr Frauenarzt, Hausarzt oder auch Sie selbst haben eine Veränderung an Ihrem Körper bemerkt, die Anlaß zur Sorge gibt? Wenn der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der weiblichen Genitalorgane besteht, werden Sie in der Regel in die gynäkologische Abteilung des Krankenhauses eingewiesen. Die gynäkologische Onkologie im Krankenhaus Agatharied bietet neben einer umfassenden radiologischen Diagnostik (u.a. Digitale Mammographie mit dem modernsten und bayernweit einzigartigen Mammographiegerät) unterschiedlichste, stadiengerechte Therapieverfahren. Spezialisiert haben wir uns auf schonende, minimal-invasive Eingriffe, die in 85 bis 90 Prozent durchgeführt werden können.

Im Krankenhaus Agatharied werden Sie bei allen Krebs-Erkrankungen von einem exzellent ausgebildeten, interdisziplinären Team behandelt. Gynäkologische und chirurgische Operateure, Radiologen, Strahlentherapeuten, Internisten und Onkologen kümmern sich gemeinsam um einen guten Behandlungserfolg. Alle Therapieverfahren erfolgen nach den aktuellen Leitlinien der modernen Krebstherapie.

Genauso wichtig wie die fachliche Kompetenz ist uns eine patientenorientierte, individuelle und einfühlsame Betreuung, die den Wünschen und Bedürfnissen jeder einzelnen Frau Rechnung trägt. Wir nehmen uns Zeit, um allen uns anvertrauten Patientinnen die Unterstützung und Begleitung zu gewähren, die sie im Umgang mit ihrer Erkrankung benötigen. Konsiliarärztliche Unterstützung erfolgt durch erfahrene Psycho-Onkologen.

Nach Terminabsprache bieten wir Spezialsprechstunden für gut- und bösartige Erkrankungen der Brust sowie eine onkologische Sprechstunde an.

Brustkrebs

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor bei Frauen – das Erkrankungsrisiko liegt zwischen neun und zehn Prozent. Wenn der Tumor in einem frühen Stadium im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen oder bei einer Selbstuntersuchung erkannt wird, sind viele Patientinnen heilbar.

Entfernung des Tumors

Die Behandlung besteht in der Regel zunächst aus einer Operation, um den Tumor und die sogenannten Wächterlymphknoten in der Nähe des Tumors zu entfernen. Unser Ziel ist es dabei immer, die Brust zu erhalten. Manchmal ist es sinnvoll, den Tumor neoadjuvant, also vor der Operation, durch Chemo- oder Hormontherapie zu verkleinern.

Weiterbehandlung

Die individuelle postoperative Weiterbehandlung wird mit den Spezialisten aus den verschiedenen Fachbereichen in einer Tumorkonferenz besprochen und festgelegt. Hier ist auch ihr betreuender Arzt eingebunden. In einem ausführlichen Gespräch werden wir alle weiteren empfohlenen Behandlungsschritte mit Ihnen in Ruhe durchsprechen. Unser Ziel ist es, dass Sie Vertrauen in die heutigen Möglichkeiten der erfolgreichen Behandlung des Mammakarzinoms gewinnen können.

Plastische Chirurgie

In Kooperation mit plastischen Chirurgen bieten wir onko-plastische Operationen für einen eventuell nötigen Wiederaufbau der Brust (Eigengewebe oder Prothese) an.

Gebärmutterkrebs

Gebärmutterschleimhaut

Auch Krebserkrankungen der Gebärmutter sind nicht selten. Ein Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom) tritt vor allem zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr auf und macht sich in der Regel frühzeitig durch eine Blutung nach den Wechseljahren bemerkbar. Dieses Warnsignal sollte ernst genommen und mit einer Ausschabung (Abrasio) abgeklärt werden. Durch eine Operation kann dann oft eine Heilung erreicht werden. Manchmal ist eine Nachbestrahlung nötig.

Gebärmutterhals

Der Krebs des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom) ist weltweit eine häufige Todesursache, in Deutschland aber durch die flächendeckende Vorsorge selten geworden. Betroffen sind auch jüngere Frauen zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr. Durch die operative Entfernung (Konisation) der Vorstufen des Zervixkarzinoms kann man die Entstehung des Karzinoms selbst oft vermeiden. Gegen die auslösenden Viren gibt es seit einigen Jahren eine Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die Therapie des Karzinoms besteht - je nach Ausdehnung -  in einer Operation oder in einer Strahlentherapie, manchmal unter Hinzunahme einer Chemotherapie.

Eierstockkrebs

Der bösartige Tumor der Eierstöcke (Ovarialkarzinom) oder der Eileiter ist eine eher seltene, aber aggressive Krebsart. Sie ist durch Früherkennung nicht ausreichend zu diagnostizieren, führt erst spät zu Beschwerden und wird dadurch oft erst erkannt, wenn sie weit fortgeschritten ist. Die Therapie besteht aus Operation und Chemotherapie.