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Einsatz neuer Navigationstechnologie in der Wirbelsäulenchirurgie

Großzügige Spende ermöglicht Hightech im OP am Krankenhaus Agatharied

Hausham, 11.10.2019 – Mit einer Spende in Höhe von 20.000 EUR an den Freundeskreis des Krankenhauses Agatharied e.V. unterstützt die Claus-Enneker-Stiftung die Weiterentwicklung eines technologischen Verfahrens im Bereich der Wirbelsäulenbehandlung am Standort Agatharied. Der Zuschuss unterstützte die Anschaffung einer interoperativen Navigation sowie eines 3D-C-Bogens und trägt damit zur technischen Innovation und zur weiteren Verbesserung der Versorgung von traumatologischen und orthopädischen Patienten am Krankenhaus Agatharied bei.


Am 10. Oktober besuchten der Vorstand des Freundeskreises, Dr. Klaus Fresenius und der Vorstand der Claus-Enneker-Stiftung, Prof. Dr. Christian K. Lackner das Krankenhaus Agatharied. Eingeladen hatten Prokurist Benjamin Bartholdt und die leitenden Ärzte der Orthoclinic Agatharied, Prof. Dr. Ulrich Brunner und Dr. Niels Buchmann, um sich gemeinsam förmlich für die großzügige Spende der Claus-Enneker-Stiftung zu bedanken. Anschließend ging es für die Beteiligten in den OP des Krankenhauses, um sich im Rahmen einer Demonstration einen Eindruck von der Funktionsweise der neuen hightech Navigation zu verschaffen. Der leitende Oberarzt und Neurochirurg Dr. Niels Buchmann erläuterte gemeinsam mit Oberarzt Dr. Helmut Ersch die Details im Umgang mit der Navigation anhand eines Wirbelsäulenmodells mit großer Leidenschaft und Begeisterung für das neue Verfahren. Prof. Lackner zeigte sich vom „universitären Standard“ der Ausstattung beeindruckt und betonte, wie wichtig es sei, dass die Bevölkerung vor Ort auf eine qualitativ so hochwertige, wohnortnahe Versorgung von komplexen Verletzungen vertrauen kann.


Als Chefarzt für Unfall-, Schulter- und Ellenbogenchirurgie und Leiter des regionalen Traumazentrums am Krankenhaus Agatharied, initiierte Prof. Dr. med. Ulrich Brunner Anfang 2019 einen Antrag auf Förderung zur Anschaffung einer interoperativen Navigation sowie eines 3D-C-Bogens. Durch die Etablierung eines eigenen Spezialistenteams für Wirbelsäulenchirurgie und der Zertifizierung zum regionalen Traumazentrum in 2018 wurde die Anschaffung dieser Geräte eine notwendige technische Voraussetzung zur Behandlung komplexer Krankheitsbilder an der Wirbelsäule. Prof. Brunner ist überzeugt: „Die Navigationstechnik ist eine, in großen Trauma- und Wirbelsäulenabteilungen unabdingbare Technologie. Das nun in Agatharied eingesetzte Gerät nimmt in dieser innovativen Qualität in Deutschland einen Spitzenplatz ein und steht dem Krankenhaus Agatharied als erstem in der Region zur Verfügung.“


Der Einsatz einer Navigationssoftware ermöglicht dem Operateur, den zu operierenden Bereich vor sowie während der laufenden Operation zu vermessen. Schrauben können so höchst präzise platziert und zu entfernendes Gewebe oder Tumore ideal lokalisiert werden. Der Einsatzbereich reicht von der Hals-, über die obere Brust- und Rückenwirbelsäule bis zu der unteren Lendenwirbelsäule. Die Navigation kann sowohl bei Routineoperationen als auch bei schweren Deformierungen, in der Tumorchirurgie oder bei chirurgischen Planungen eingesetzt werden. Gerade beim Einsetzen von Implantaten in anatomisch kritischen Bereichen profitieren die Patienten von der enormen Präzision. „Durch Einsatz des 3D-C-Bogens kann die korrekte Lage der Implantate bereits während der OP überprüft werden. Dies bedeutet sowohl für das OP-Team als auch für die Patienten eine höhere Sicherheit und eine deutlich geringere Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Operationen.“ erklärt Dr. Buchmann.


Hintergründe zur Claus-Enneker Stiftung:
Im Jahr 2006 gründete der erfolgreiche Chirurg, Unfallchirurg und Chefarzt eines großen Münchner Traumazentrums, Dr. med. Claus Enneker eine Stiftung zum Zweck der Förderung der präklinischen Notfallmedizin und der klinischen Traumamedizin. Nach Ableben Dr. Ennekers im Jahr 2012, entwickelt die Claus-Enneker-Stiftung (CES) bis heute Veranstaltungen und Förderungen innerhalb dieses Stiftungszwecks, setzt Impulse und gestaltet die Zukunft der Traumachirurgie mit.


Bildunterschrift: v.r. Benjamin Bartholdt, Prokurist, Prof. Dr. med. Ulrich Brunner, Chefarzt Unfall-, Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Prof. Dr. Christian K. Lackner, Vorstand der Claus-Enneker-Stiftung, Dr. med. Niels Buchmann, Leitender Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie, Dr. med. Helmut Ersch, Oberarzt Unfallchirurgie und Orthopädie.