Aktuelle Informationen auf einen Blick.

Therapie erkrankter Venen und Arterien

Die Abteilung für Gefäßchirurgie behandelt Erkrankungen der Arterien und Venen in Folge von akuten oder chronischen Verschleißerscheinungen, wie einer krankhaften Erweiterung oder Verengung der Gefäße. Das Spektrum beinhaltet die Operation von krankhaften Veränderungen der Bauchschlagader und die operative Erweiterung von verengten Halsschlagadern bei drohendem Schlaganfall. Darüber hinaus sind die Anlage von Bypässen für die Becken- oder Beinschlagadern, die Anlage von Dialyseshunts und die kosmetische Entfernung von Krampfadern wichtige Bestandteile der Gefäßchirurgie.

Individuelle Behandlung

Die moderne Diagnostik mit farbkodierter Duplexsonographie, Computer-, Kernspin- oder Kontrastmittel-Angiographie ermöglichen eine genaue Beurteilung des Gefäßsystems. Danach entscheiden wir im persönlichen Gespräch über die individuelle Behandlungsmethode. Gerade auf dem Gebiet der Aorten-Aneurysma-Chirurgie (Behandlung der erweiterten Bauchschlagader) werden die neuesten endovaskulären Techniken angewandt, sodass die meisten unserer Patienten über einen kleinen Schnitt in der Leiste behandelt werden können.

LEITENDER OBERARZT
MIRKO BARONE

Gefäßkonferenz und Wundmanagement

In der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Gefäßkonferenz entscheiden Gefäßchirurgen gemeinsam mit den angiologischen Internisten, interventionellen Radiologen und Neurologen über die schonendsten, individuell-angepassten Behandlungsmöglichkeiten nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften. Ebenfalls sind unsere speziell ausgebildeten Wund-Experten der Gefäßchirurgie Teil des interdisziplinär zusammengesetzten Wundteams im Krankenhaus Agatharied.

Unsere Qualität für Ihre Sicherheit

Risikofaktor Halsschlagader

20 Prozent aller Schlaganfälle werden durch Ablagerungen in der Halsschlagader verursacht. Deutliche Früherkennungsmerkmale können sein:

  • Unscharfes Sehen, Sehen von Doppelbildern, ein eingeschänktes Gesichtsfeld
  • Drehschwindel, Gleichgewichtsstörungen
  • Vorübergehende, halbseitige Lähmung oder Muskelschwäche
  • Taubheit in Arm oder Bein
  • Plötzliche, heftigste Kopfschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Sprechen

Unsere Gefäßspezialisten sorgen für Ihre Sichereit und zwar vor, während und nach der Behandlung. So werden im Krankenhaus Agatharied alle Behandlungen an der Halsschlagader in der interdisziplinären Gefäßkonferenz mit Fachmedizinern der Neurologie, Radiologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie besprochen. Anhand der Untersuchungsergebnisse wird anschließend gemeinsam mit dem Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Die häufigste Behandlung an der Halsschlagader ist die Entfernung von Ablagerungen. Dieser operative Eingriff wird in Agatharied seit vielen Jahren mit großer Sicherheit durchgeführt.

Alle Behandlungen an der Halsschlagader werden durch die Bayerische Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung (BAQ) erfasst.

Prävention für eine gesunde Halsschlagader

  • Mehr Bewegung (z.B. Gehen, Radfahren, Schwimmen)
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Gewichtsreduktion
  • Beendigung des Rauchens
  • Blutdruckeinstellung
  • Zuckereinstellung
  • Einstellung der Blutfettwerte
  • ggf. die Einnahme eines Blutverdünners

 

 

Das Krankenhaus Agatharied in der BAQ-Auswertung im bayerischen Vergleich (2006 - 2020)

Vergleich der betroffenen Halsschlagadern ohne Schlaganfall und mit Schlaganfall

Fast die Hälfte der operierten Patienten hat zuvor einen Schlaganfall erlitten. Unsere Empfehlung: Fragen Sie vorsorglich Ihren Hausarzt nach einer Untersuchung Ihrer Halsschlagadern.

Neurologische Kontrolluntersuchung vor und nach der Operation an der Halsschlagader

Vor und nach der Operation leistet die neurologische Untersuchung zur Überprüfung der Hirnfunktion durch die neurologische Abteilung einen wesentlichen Beitrag zur Patientensicherheit.

Schlaganfallrate im Zusammenhang mit der Operation der Halsschlagader

Trotz größtmöglicher Sicherheitsvorkehrungen lassen sich Nebenwirkungen im Rahmen der Behandlung nicht immer vermeiden.
Unser Ziel ist es diesen Anteil so gering wie möglich zu halten.

Sterblichkeit im Zusammenhang mit der Operation der Halsschlagader

Todesfälle im Zusammenhang mit der Behandlung der Halsschlagader sind selten aber bedauerlicherweise nicht immer vermeidbar.
Die zuvor genannten Sicherheitsmaßnahmen im Krankenhaus Agatharied tragen zur Reduktion der Sterblichkeit bei.

Überwachung des Gehirns bei der Operation an der Halsschlagader

Ihre Sicherheit ist uns besonders wichtig. Im Krankenhaus Agatharied erfolgt die Operation an der Halsschlagader unter Einsatz modernster Überwachungsmöglichkeiten (INVOS).

Vergleich der Engstellen der betroffenen Halsschlagadern

Die Mehrheit der operierten Patienten hat höhergradige Engstellen (≥70%).
Unsere Empfehlung: Lassen Sie die Ablagerungen Ihrer Halsschlagader regelmäßig kontrollieren.

Vergleich Vollnarkose und örtliche Betäubung

Die Mehrheit der operierten Patienten erhält eine Vollnarkose. Im Krankenhaus Agatharied hat sich die Vollnarkose bewährt.

Komplikationen im Zusammenhang mit der Operation der Halsschlagader

Lokale Komplikationen sind zum Beispiel Nachblutungen oder Nervenschäden. Zu den allgemeinen Komplikationen zählen u.a. die Thrombose oder die Lungenentzündung.
Auch hier ist unser Bestreben den Anteil so gering wie möglich zu halten.

Abklemmdauer der Halsschlagader bei der Operation

Während dem Eingriff wird die Halsschlagader kurzzeitig, z.T. mehrmals abgeklemmt. Hierdurch wird die Durchblutung zum Gehirn gedrosselt. Es gilt die Abklemmzeit so kurz wie möglich zu halten.
Dies gelingt im Krankenhaus Agatharied besonders gut.