COVID-19 - Informationen auf einen Blick.

Neuigkeiten aus der Klinik

Wir halten Sie auf dem Laufenden und berichten kontinuierlich über Entwicklungen und Ereignisse am Krankenhaus Agatharied. Sie möchten in unseren Presseverteiler aufgenommen werden oder haben als Journalist Fragen? Melden Sie sich gerne bei unserer Presseverantwortlichen Melanie Speicher.

Das Krankenhaus Agatharied in den Medien

Unsere neuesten Pressemitteilungen

Februar 2021

Hausham, 19.02.2021 - Ein innovatives telemedizinisches Projekt des Krankenhauses Agatharied eröffnet ganz neue Möglichkeiten der ambulanten Palliativbetreuung. Gemeinsam mit fünf Konsortialpartnern hat das Krankenhaus im Landkreis Miesbach das Projekt „TANNE“ („Telemedizinische Antworten auf Neuropalliative Nachfragen in Echtzeit“) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Hospize und SAPV-Teams (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) bei der Betreuung neurologischer Patienten zu unterstützen. Durch dieses einzigartige Projekt besteht rund um die Uhr (24/7) Zugriff auf einen Neurologen mit palliativer Erfahrung. Mit Hilfe eines Videosystems (Tablet und WLAN-Router) werden Konsile vom Patientenbett aus mit dem Expertenteam im Krankenhaus Agatharied durchgeführt. So kann telemedizinisch zur Verfügung gestellte fachneurologische Expertise helfen, die ambulante und hospizliche Versorgung neurologischer Patienten in einer palliativen Phase zu verbessern. 

Palliativmedizin vor großen Veränderungen
Die Palliativmedizin befindet sich seit Jahren in einem stetigen Wandel. Neben onkologischen Krankheitsbildern werden auch vermehrt andere Erkrankungen in die Palliativversorgung eingeschlossen. Oberärztin und Mitinitiatorin des Projektes, Dr. med. univ. Christiane Weck, erklärt: „Derzeit werden viele Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu Hause oder im Pflegeheim versorgt, ohne dass fachspezifische Hilfe zur Verfügung steht. Das betrifft beispielsweise nicht nur Patienten mit amyotropher Lateralsklerose, sondern auch mit Parkinson, Demenz, Multipler Sklerose oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung.“ Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl, Chefarzt der Abteilung Neurologie und der Abteilung für Palliativmedizin des Krankenhauses und Facharzt für Neurologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, betont: „Durch den Einsatz moderner Kommunikationstechnik ist es dem Neurologenteam mit ‚TANNE‘ gelungen, in Echtzeit eine ambulante Betreuung neurologischer Symptome und die Möglichkeit eines Expertengesprächs für Patienten und Angehörige anbieten zu können.“

Evaluierung nach erfolgreicher Pilotphase
In einem vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Pilotproprojekt (12/2016 - 11/2018) wurden bereits sechs bayerische SAPV-Teams an das Fachzentrum – die Neurologie des Krankenhauses Agatharied – erfolgreich angeschlossen und mit speziell konzipierten mobilen Telesystemen ausgestattet. 

Eine Anschlussförderung der Paula Kubitschek-Vogel Stiftung erlaubte es, dieses Projekt für weitere 12 Monate und mit insgesamt 15 SAPV-Teams fortzuführen (12/2018 - 11/2019). Aufbauend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre und durch Förderung des Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kann diese neue Versorgungsform im Rahmen einer klinischen Studie über 24 Monate hinweg intensiv erforscht werden. Patienten mit einer neurologischen Erkrankung bzw. einer neurologischen Diagnose (auch Nebendiagnose) sollen in die Studie eingeschlossen werden, die im April dieses Jahres starten wird.

Dem telemedizinischen Zentrum am Krankenhaus Agatharied stehen folgende Konsortialpartner des Projektes zur Seite:

Die AOK Bayern unterstützt als größte Krankenkasse Bayerns das Projekt. 

Die Arbeitsgruppe Medizinökonomie unter Federführung von Prof. Dr. Jürgen Zerth (Wilhelm Löhe Hochschule/Universität Bayreuth) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Maier (Universität Bayreuth/BA Sachsen) und korrespondierender Begleitung durch Prof. Dr. Volker Ulrich (Universität Bayreuth) wird die gesundheitsökonomische Evaluation des Projektes durchführen.

Prof. Dr. Kirsten Brukamp (Evangelische Hochschule Ludwigsburg) wird die sozialen, psychologischen, ethischen und rechtlichen Aspekte dieses Projektes beleuchten, da es sich um ein ethisch sensibles Thema handelt. Auch soll die Nutzungsorientierung im Sinne der Verbesserung der Nutzungsfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit des Projektes untersucht werden.

Die technische Evaluation und Ausstattung erfolgt durch die Firma Meytec, mit der bereits die Pilotphase erfolgreich durchgeführt wurde. 

Die statistische Evaluation, die Datenerfassung und die elektronische Fallakte dieses Projektes werden mit der Firma StatConsult erarbeitet. Es handelt sich um eine Firma, die als Auftragsinstitut im Umfeld klinischer Forschung und Entwicklung tätig und dabei auch auf biometrische Aspekte klinischer Studien spezialisiert ist. Andererseits ist die Firma Entwickler und Betreiber der Software PalliDoc® die zur Dokumentation u.a. im Bereich der ambulanten Palliativversorgung eingesetzt wird und als Grundlage der gemeinsamen elektronischen Fallakte dient. 

Flächendeckende ambulante Versorgung
Mithilfe der telemedizinischen Palliativ Care können ambulante Palliativteams fortan auch bei jenen komplexen Fragestellungen, die bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen auftreten, kompetent und zeitnah unterstützt werden. Professor Lorenzl unterstreicht die Bedeutung des Verfahrens: „Wenn die häuslichen Umstände es erlauben, können wir die Patienten durch diese neuartige Möglichkeit zur Zusammenarbeit künftig bis zu ihrem Lebensende zuhause versorgen. Die beachtliche Mobilität unserer Lösung und die Verbindung des bestehenden palliativen und neurologischen Fachwissens durch IT-gestützte Instrumente können in Zukunft zu einer flächendeckenden ambulanten Versorgung von neurodegenerativ erkrankten Menschen führen.
Auch und gerade in dünn besiedelten Gebieten. Dazu werden in ganz Bayern ambulante Palliativteams und Hospize mit dem telemedizinischen Zentrum am Krankenhaus Agatharied vernetzt.“

„TANNE“ als Regelversorgung
„Ziel ist es, Expertenwissen einem breiten Raum zugänglich zu machen und eine neurologische Fachexpertise in die ambulante Versorgung einzubringen, in der jeder Patient, unabhängig von seinem Wohnort, die gleiche spezialisierte medizinische Versorgung erhalten kann“, betont. Dr. med. univ. Christiane Weck. „Gleichzeitig wird das Projekt wissenschaftlich begleitet, damit die benötigten Daten gesammelt werden können, um ‚TANNE‘ in Zukunft in die Regelversorgung überführen und damit allen Patienten dauerhaft zugänglich machen zu können.“

Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel wagt die Prognose: „Diese intelligente Kombination aus ambulanter Versorgung und telemedizinisch abrufbarem Expertenwissen kann künftig zu einem Erfolgsmodell zeitgemäßer medizinischer Versorgung werden.“ 

Download Pressemitteilung

Januar 2021

Hausham, 26.01.2021 - Ein kleiner Piecks hat große Wirkung, nämlich dann, wenn er in Form einer Impfspritze jenen Menschen verabreicht wird, die in ihrem beruflichen Alltag bei der Behandlung von Patienten in den Covid-19-Risikobereichen nur durch ihre Schutzausrüstung von dem hochansteckenden Erreger getrennt sind. Bei der Priorisierung der Impfkandidaten wird auch berücksichtigt, ob ein persönliches erhöhtes Risikoprofil besteht. Nach einer erneuten Impfkaskade am vergangenen Wochenende verzeichnet das Krankenhaus Agatharied nun bereits rund 240 geimpfte Mitarbeiter.

 

„Bei uns herrscht eine große Impfbereitschaft. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten werden zunächst die Kollegen geimpft, die in den Bereichen des Krankenhauses arbeiten, wo potentiell Corona-positive Patienten behandelt werden. Dazu zählen neben unseren beiden Isolierstationen auch die Intensivstation, der OP und natürlich die zentrale Notaufnahme. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch diesen Schutz auch weiterhin handlungsfähig bleiben und die Patienten im Landkreis in gewohnter Qualität versorgen können.“, schildert Sven Steppat, Pflegedirektor am Krankenhaus Agatharied die Priorisierung mit der die Klinikmitarbeiter die für sie vorgesehenen Impfkapazitäten des Landkreises Miesbach in Anspruch nehmen. Mittlerweile konnte bereits gut einem Viertel der Krankenhausbelegschaft eine oder auch schon beide der für einen Schutz notwendigen zwei Impfdosen verabreicht werden. Weitere Impfungen sind während der nächsten zwei bis drei Wochen geplant, sobald das Gesundheitsamt neue Lieferungen ankündigt.

 

Dr. med. Peter Wellner, Chefarzt der geriatrischen Abteilung und Mitglied des Ärztlichen Direktoriums am Krankenhaus Agatharied erhielt eine Impfung. Er ist täglich auf der Isolierstation der Klinik im Einsatz. Seine Erfahrungen als Impfkoordinator im Krankenhaus sind positiv: „Als Chefarzt für Geriatrie liegen mir die älteren Bewohner unseres Landkreises sehr am Herzen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, im Januar die Alten- und Pflegeheime in der Gegend flächendeckend zu impfen. Im nächsten Schritt werden Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen vorgezogen, mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch weiterhin stabil zu gewährleisten. Die Kollegen des ärztlichen Kreisverbandes leisten hervorragende Arbeit. Die Menge des zur Verfügung gestellten Impfstoffes haben wir leider nicht in der Hand – die organisatorischen Abläufe im Impfzentrum in Hausham laufen aber einwandfrei.“

 

Download Pressemitteilung

Dezember 2020

Hausham, 28.12.2020

Eigentlich hatte Kilian erst Anfang des neuen Jahres Geburtstermin. Der Sohn zweier Mitarbeiter des Krankenhauses Agatharied hatte es aber besonders eilig und kam bereits am 5. Dezember per Kaiserschnitt zur Welt. Mama Magdalena war bereits seit dem Vortag im Krankenhaus. Dass es dann aber doch so schnell ging war überraschend. Papa Konrad kam trotz aller Corona- Sicherheitsmaßnahmen aber noch rechtzeitig in den OP: „Die Organisation war beeindruckend. Trotz des Zeitdrucks hat alles einwandfrei funktioniert. Als Mitarbeiter kenne ich mich natürlich vor Ort gut aus, dennoch ist man in dieser Situation sehr nervös und froh, wenn man genaue Angaben bekommt.“ Laut Konrad erklärten ihm Kollegen der Rezeption sofort den Weg zum OP und das Ärzte- und Pflegeteam hielt ihm, dort angekommen, bereits die Türen auf.

Im Krankenhaus Agatharied gibt es für Besucher derzeit ein Zutrittsverbot. Für Väter als Begleitperson zur Entbindung und auch zum Besuch ihrer neugeborenen Kinder gibt es aber eine Ausnahmeregelung. Bei aller Eile werden die Hygienevorschriften dennoch sehr streng eingehalten. Fiebermessen, ein Abklären möglicher Corona-Symptome und die Durchführung eines Covid-Schnelltest mit negativem Ergebnis sind Pflicht, um ins Krankenhaus eingelassen zu werden.

Im OP muss der werdende Vater seine Kleidung gegen die bekannten grünen OP-Laibchen und Hosen tauschen, außerdem sind Haube, Handschuhe und reine Schuhe zusätzlich zur Maske Pflicht. Im OP ist das aber nichts Neues – dort herrschen sterile Bedingungen und die strengen Hygienevorschriften gelten nicht erst seit Corona. Und auch im Kreissaal müssen Begleitpersonen eine FFP2 Maske tragen.

Unter Einhaltung dieser Sicherheitsvorschriften dürfen Väter auch derzeit am Wunder Geburt teilhaben und ihre Partnerinnen nach Kräften unterstützen. „Konrad durfte am Kopfende der Behandlungsliege sitzen. Ich selbst erhielt eine Lokalanästhesie und war während des gesamten Kaiserschnittes bei vollem Bewusstsein. Der Anästhesist hat uns beiden alles ganz genau erklärt und uns auch ein bisschen abgelenkt. Das gesamte Ärzte und Hebammenteam war sehr herzlich und hilfsbereit.“, schildert die junge Mutter ihr Erlebnis. Man habe ihnen stets alle Abläufe beschrieben und versichert, dass alles gut sei.

Die Tatsache, dass sie beide Mitarbeiter der Klinik seien oder die besonderen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie haben sich nach Einschätzung des Paares nicht sehr auf das Geburtserlebnis ausgewirkt. Die Entscheidung für eine Entbindung in Agatharied hat für die jungen Eltern nach eigenen Angaben nichts damit zu tun, dass sie auch beide dort arbeiten. Als Landkreisbürger ist Agatharied die naheliegende Adresse: „Die super Organisation, die freundliche Atmosphäre und der schöne Kreissaal – hier hat sich auch unser Kilian sofort wohl gefühlt.“

Download Pressemitteilung

Hausham, 17.12.2020

Das Corona-Virus ist schlau. Es kann sich sehr gut verstecken. Bis es in einem Test nachweisbar ist, können einige Tage nach der eigentlichen Infektion vergehen. Deshalb kann auch jeder Test nur eine Momentaufnahme sein. Die Folge ist, dass trotz ausgefeiltem Sicherheitskonzept ein zunächst unerkannter Eintrag der Infektion ins Krankenhaus nie komplett ausgeschlossen werden kann. Je höher die Anzahl der Infektionen in der Bevölkerung, desto größer wird damit die Herausforderung für das Krankenhaus.

In den letzten Wochen konnte zwar eine Stabilisierung der Infektionszahlen im Landkreis beobachtet werden, mit einer 7-Tages-Inzidenz von immer noch knapp 150 Infektionen jedoch auf sehr hohem, zu hohem Niveau. Denn mit den steigenden Infektionszahlen steigt auch die Anzahl derer, die zwar infiziert sind, aber unerkannt bleiben, weil sie keine Symptome zeigen. Das Robert-Koch-Institut beziffert diese Dunkelziffer mit einem Faktor zwischen vier und sechs.

Das Krankenhaus Agatharied hat sich sehr strikte Regeln gegeben, um die Sicherheit seiner Patienten, aber auch seiner Mitarbeiter gewährleisten zu können. Die aktuellste Maßnahme ist, dass die vorhandenen 2+2-Bett-Zimmer nun nur noch mit maximal zwei Patienten belegt werden. Mit steigenden Infektionszahlen rückt nun das sogenannte Ausbruchsmanagement immer mehr in den Vordergrund. Wenn schon nicht mit hundertprozentiger Sicherheit verhindert werden kann, dass sich das Virus unerkannt ins Krankenhaus einschleicht, dann müssen wenigstens die Folgen so gering wie möglich gehalten werden.

Sobald ein Patient, der zuvor wegen eines negativen Testergebnisses als nicht-infektiöser Patient geführt wurde, nun positiv auf das Virus getestet wird, läuft automatisch eine festgelegte Routine ab. Der Patient wird in ein Einzelzimmer auf der Covid-Station verlegt und alle Patienten der Station sowie alle Mitarbeiter, die auf dieser Station gearbeitet haben, werden auf das Virus getestet. Sofort wird für diese Station ein vorübergehender Aufnahmestopp verhängt und bis der letzte Patient von dieser Station entlassen werden kann, wird die Station wie eine Covid-Station behandelt. Das bedeutet, dass nun alle Maßnahmen unter erhöhten Schutzbedingungen erfolgen. Ein ähnliches Prozedere gilt, wenn bei einem Mitarbeiter eine Infektion festgestellt wird. Auf diese Weise kann größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden. Alle diese Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Zum Glück mussten so weit reichende Maßnahmen seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr bisher erst viermal ergriffen werden.

Das Krankenhaus Agatharied war und ist zu jeder Zeit handlungsfähig. Jeder Patient, der dringend eine stationäre Behandlung benötigt, kann versorgt werden. Auch wenn die Bettenkapazitäten aufgrund der Corona-Pandemie reduziert sind, kommt es im Moment weder auf der Intensivstation, noch in anderen Bereichen des Krankenhauses zu Engpässen bei der behandlung von Notfällen. Um dies zu gewährleisten, mussten aktuell einzelne, planbare Behandlungen verschoben werden.

Doch das größte Problem bleibt: Wegen der hohen Infektionszahlen in der Bevölkerung ist das Krankenhaus Agatharied ständig in Halb-Acht-Stellung. Die Lage ändert sich täglich und hält alle Mitarbeiter auf Trab. Da für die nächsten zwei Wochen wegen des Nachlaufeffekts noch mit steigenden Infektionszahlen zu rechnen ist, steigt auch das Risiko, dass sich Mitarbeiter anstecken, weiter. Im besten Fall wird so eine Infektion sofort erkannt und zieht keine weiteren Kreise. Denn dies hätte möglicherweise zur Folge, dass weitere Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden müssten. Aktuell befinden sich zur Sicherheit 18 Mitarbeiter des Krankenhauses in Quarantäne. Dies ist bezogen auf deutlich über 1.000 Mitarbeiter zwar eine sehr geringe Anzahl, macht die Aufstellung der Dienstpläne aber bereits jetzt zu einer echten Herausforderung.

Um die Handlungsfähigkeit des Krankenhauses auf Dauer zu sichern, kann es also nur ein Ziel geben: Die Infektionszahlen müssen gesenkt werden. Gerade deshalb werden die nun endlich von Bund und Ländern beschlossenen, strikteren Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen nach eigenen Angaben vom Krankenhaus Agatharied ausdrücklich begrüßt. Das Krankenhaus Agatharied wirbt darüber hinaus um Verständnis für die eigenen Schutzmaßnahmen, die restriktive Besuchsregelung oder auch, wenn nicht dringende Behandlungen verschoben werden müssen.

Geschäftsführer Michael Kelbel fasst die Marschrichtung für die nächsten Wochen so zusammen: „Unser oberstes Ziel ist es, die Versorgung der Bevölkerung zu jeder Zeit so breit wie möglich aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir mit den letzten Kräften unserer Mitarbeiter sorgfältig haushalten. Wir haben daher alle unsere Abteilungen ersucht, soweit medizinisch vertretbar, verschiebbare Leistungen nach hinten zu terminieren um für akut notwendige Behandlungen Platz zu schaffen. Bei der Bevölkerung möchten wir uns für das große entgegen gebrachte Verständnis und Vertrauen bedanken.“

Download Pressemitteilung

November 2020

Hausham, 12.11.2020

Das Krankenhaus Agatharied und die kbo-Lech-Mangfall-Klinik werden am Freitag, den 13. No-vember 2020 telefonisch nur eingeschränkt erreichbar sein.

Aufgrund einer Schalthandlung der Telekom sind sowohl das Krankenhaus Agatharied, als auch die kbo-Lech-Mangfall Klinik am Freitag, den 13. November 2020 vormittags in der Zeit von 8:00 – 10:00 Uhr nur über die Rufnummer 08026/396-634 erreichbar. Da es sich bei dieser Verbindung um einen Nebenanschluss handelt, kann es auch während diesem Zeitraum leider zu Einschränkungen oder Überlastungen kommen. Wir bitten, diese Nummer während diesem Zeitraum nur in dringenden Fällen zu benutzen und wenn möglich, die Häuser anschließend telefonisch oder jederzeit per E-Mail zu kontaktieren.

Anschließend (Freitag, 13. November ab ca. 10:00 Uhr) sind die Häuser wieder wie gewohnt unter den bekannten Nummern erreichbar:
Krankenhaus Agatharied: +49 (0)8026 393-0
Kbo-Lech-Mangfall-Klink: +49 (0)8026 393-7000

Das Krankenhaus Agatharied und die kbo-Lech-Mangfall-Klinik bitten um Verständnis für die kurzzeitigen Einschränkungen.

Download Pressemitteilung

Hausham, 10.11.2020 - Im Endoprothetikzentrum am Krankenhaus Agatharied werden jährlich über 450 Hüft- und Kniegelenke operiert. Die hohe Qualität und das breite Behandlungsspektrum wur-den der Abteilung zuletzt durch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädi-sche Chirurgie mit der Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung bestätigt.

Der operative Gelenkersatz kann als eine Erfolgsgeschichte der Orthopädie bezeichnet werden. Alleine in Deutschland erhalten jährlich rund 400 000 Menschen einen solchen Eingriff etwa am Knie- oder Hüftgelenk. Doch auch bei höchster Präzision und Sorgfalt sowie ausgereiften Im-plantaten kann es nach der Operation mitunter zu länger anhaltenden Beschwerden und Ein-schränkungen kommen. Die Wahl einer Klinik mit höchsten Qualitätsstandards und einem er-fahrenen Operationsteam ist daher entscheidend.

Unter der Leitung des erfahrenen Spezialisten für Gelenkersatz und gelenkerhaltende Chirurgie an Hüft- und Kniegelenk, Chefarzt PD Dr. med. Dr. med. univ. Peter M. Prodinger hat sich das Endoprothetikzentrum am Krankenhaus Agatharied während der letzten Jahre als zuverlässige Adresse für alle Fragestellungen an Hüft- und Kniegelenk etabliert. „Die Zertifizierung bestätigt das, was für unser Team bereits seit Jahren der geltende Anspruch ist: maximale Versorgungs-qualität in der gesamten Bandbreite des künstlichen Gelenkersatzes. Uns ist es wichtig, für unse-re Patienten die Antwort auf ihre medizinische Fragestellung zu kennen - ob Einsatz eines künst-lichen Gelenks, Wechseloperationen bei Patienten die an einem Prothesenverschleiß oder an einer Protheseninfektion leiden oder auch die endoprothetische Versorgung von Frakturen.“, erklärt Dr. Prodinger das breite Behandlungsspektrum seiner Abteilung.

Gemäß den Zertifizierungskriterien bestätigt die Auszeichnung die Patientenversorgung nach strengen Sicherheitsvorgaben und nach aktuellstem Stand der Wissenschaft, eine lückenlose Dokumentation und Überprüfung der operativen und pflegerischen Behandlungsstandards der versorgenden Abteilung für Orthopädie sowie aller am Prozess beteiligten Abteilungen. Dazu zählen bei einem stationären Aufenthalt neben der Orthopädie auch die Anästhesie, OP-Personal, Sterilisation, Pflege, Physiotherapie, Sozialdienst, Verwaltung u.v.m. Alle Prozesse un-terliegen einer definierten Vorgehensweise mit Verfahrensanweisungen, einem konsequenten Risikoscreening sowie einem standardisierten Komplikationsmanagement.

Benjamin Bartholdt, Leiter Unternehmensentwicklung am Krankenhaus Agatharied zeigt sich zufrieden über die erfolgreiche Zertifizierung: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung – sie bestätigt uns die gelebte Fokussierung auf höchste Patientensicherheit und Versorgungsqualität. Die stetige Steigerung der Fallzahlen über die letzten Jahre verstehen wir als Ausdruck des Ver-trauens der Patienten und der zuweisenden Ärzte. Zusätzlich bietet die Bestätigung durch eine unabhängige Stelle eine neutrale Vergleichsgrundlage für Patienten und Angehörige bei der Wahl ihrer Klinik.“

Neben der Patientenversorgung, für die das Krankenhaus Agatharied zusätzlich zur Hüft- und Kniegelenkchirurgie auch ein Schulter- und Ellenbogenzentrum, eine Sparte für Wirbelsäulen-chirurgie sowie für Sportorthopädie bietet, verfügt die Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie auch über die volle Weiterbildungsermächtigung zur Ausbildung von Fachärzten.

Download Pressemitteilung

Download Bild Ärztliche Leitung Orthochirurgie (Prof. Dr. med. Ulrich Brunner, Chefarzt Unfall-, Schulter- & Ellenbogenchirurgie und PD Dr. med. Dr. med. univ. Peter M. Prodinger, Chefarzt Endoprothetik, Orthopädie, 2019)

Hausham, 10.11.2020 – Sie ist da, die zweite Welle. Wovor schon seit Wochen und Monaten gewarnt wurde, wird nun immer realer. Die Anzahl der Corona-Infizierten wächst welt- und deutschlandweit und somit auch die Zahl der medizinisch zu betreuenden Per-sonen in den Krankenhäusern. Corona-Intensivpatienten in Deutschland erreichen aktuell fast den bisherigen Höchstwert der ersten Pandemie-Welle. Die Herausforderungen für die Krankenhäuser sind in diesen Zeiten vielseitig und belastend – nicht zuletzt durch die Besucher.

In vielen Krankenhäusern war es bereits Thema und nach und nach werden einige Häuser wieder dazu gezwungen: das Besuchsverbot. Für Patientinnen und Patienten – vor allem bei Langzeitaufenthalten – hat das Anfang des Jahres verhängte Besuchsverbot zu erheblichen, vor allem psychischen, Belastungen geführt. Andererseits muss für Krankenhäuser der Schutz der Mitarbeiter sowie der Patienten des Hauses im Vordergrund stehen. Kann dieser nicht gewährleistet werden, wankt die gesundheitliche Versorgung der gesamten Region. Trotz der sich aktuell zuspitzenden Lage versuchen die Verantwortlichen des Krankenhaus Agatharied ein grundsätzliches Besuchsverbot zu vermeiden. Ob dies jedoch dauerhaft gelingen kann, hängt stark vom weiteren Verlauf der Pandemie und dem Verhalten eines jeden Einzelnen ab.

Besuche im Krankenhaus Agatharied sind streng geregelt.
Eine der vielen Regelungen, um die Sicherheit der Mitarbeiter und Patienten zu gewährleisten, ist die Besucherregelung des Krankenhauses. Basierend auf der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde festgelegt, dass Besuche unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden. Detaillierte Informationen diesbezüglich können auf der Webseite www.khagatharied.de abgerufen werden. Für das Krankenhaus bedeutet dies einen erheblichen personellen und administrativen Mehraufwand, der durch ein Besuchsverbot enorm minimiert werden könnte.

Nicht alle Besucher und Patienten halten sich an die Regelungen
Leider, wie bereits in vorherigen Pressemitteilungen erwähnt, kommt es immer wieder zur Missachtung der Besucherregelungen. Zum Beispiel werden die vorgeschriebenen Besuchszeiten nicht eingehalten, oder die Hygieneregeln wie Mindestabstand und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nicht eingehalten. Ausufernde und zum Teil lautstarke Diskussionen und Anschuldigungen gegen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, welche sich streng an die Vorschriften des Hauses halten, sind leider an der Tagesordnung. Derartige Vorfälle, zusammen mit der sich aktuell zuspitzenden Pandemiesituation, stellen eine enorme zusätzliche Belastung für das Krankenhaus dar.

Eindringlicher Appell
Ein grundsätzliches Besuchsverbot im Krankenhaus Agatharied, wie es übrigens in anderen Krankenhäusern längst umgesetzt wurde, lässt sich nur vermeiden, wenn sich Patienten wie Besucher an die Hygieneregeln halten – und natürlich, wenn die Corona-Lage nicht außer Kontrolle gerät.
Deshalb richtet das Krankenhaus Agatharied noch einmal den dringenden Appell an alle Besucher und Patienten des Krankenhauses, jeden Besuch generell zu hinterfragen. Handelt es sich beispielsweise um einen absehbar kurzen Aufenthalt, sollte wo möglich ganz auf Besuche verzichtet werden. Jeder Kontakt beinhaltet eine potentielle Gefahr der Ansteckung. Damit riskiert jeder Besucher und jeder Patient, dass aufgrund einer Infektionsausbreitung das Krankenhaus handlungsunfähig wird. Sind Besuche erforderlich, dann ist die Einhaltung der Besuchsregelungen des Krankenhauses Agatharied oberstes Gebot. Untersagt sind Besuche von Personen, die in den letzten 14 Tagen unter unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen (Luftnot, Husten, Auswurf, Brustschmerzen,…) jeder Schwere litten. Dies gilt auch für Per-sonen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten und/oder an COVID-19 erkrankten Person gehabt haben.

Bei Missachtung der für das Krankenhaus gültigen Regelungen und Vorschriften ist das Haus gezwungen, konsequent zu handeln: Der Sicherheitsdienst des Krankenhauses darf nach Abstimmung das Hausrecht ausüben und ggf. Besucher des Hauses verweisen oder den Einlass in das Krankenhaus gänzlich verweigern.

Für das Krankenhaus steht die sichere und nachhaltige Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Die erlassene Besuchsregelung dient einzig der Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit des Krankenhauses. Wer diese Regeln in Frage stellt, leistet einem absoluten Besuchsverbot Vorschub.

Download Pressemitteilung

Oktober 2020

Hausham, 13.10.2020 - Seit Oktober zählt die Sportorthopädie zum Leistungsspektrum der Orthoclinic am Kran-kenhaus Agatharied. Mit Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Minzlaff, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin, hat das Krankenhaus einen erfahrenen, hoch qualifizierten Spezialisten gewonnen.

Wandern, Klettern, Ski- oder Radfahren – die Alpenregion Tegernsee Schliersee bietet allein durch ihre Landschaft ideale Bedingungen für viele Arten von Freizeitsport. Mit der Neugrün-dung des Bereichs für Sportorthopädie im Rahmen der Orthoclinic Agatharied können sämtliche Verletzungen, die beim Bergsport genauso wie beim Fußball-, Handballspielen, etc. passieren, direkt vor Ort therapiert werden. „Junge Menschen mit Kreuzbandrissen oder Schulterverlet-zungen aber auch Menschen, die altersbedingt zum Beispiel plötzlich Schmerzen beim Laufen haben, sind bei uns an der richtigen Stelle“, erklärt der neue leitende Sportorthopäde, Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Minzlaff.

Minzlaff, selbst begeisterter Rad- und Bergsportler und leitender Mannschaftsarzt der Tölzer Löwen, weist langjährige Erfahrung und eine enorme Fachkompetenz auf: Nach seinem Studium an der TU München, in Zürich und in Südafrika hat er sich während der Facharztausbildung in der Abteilung für Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar der TU München bereits auf ver-schiedenste Therapietechniken an Knie- und Schultergelenk spezialisiert. Nach einem Stipendi-um an der Universität Pittsburgh mit Schwerpunkt Kreuzbandverletzungen war Minzlaff zwei Jahre als Oberarzt für Sportorthopädie, Knie- und Schulterchirurgie an der BG Unfallklinik Frankfurt am Main und danach fünf Jahre als leitender Oberarzt und stellvertretender Chefarzt der Abteilung für Sportorthopädie am Chirurgischen Klinikum München Süd tätig. Schließlich folgte die Habilitation an der TU München. Minzlaff ist Träger des Zertifikats "Kniechirurg der Deutschen Kniegesellschaft (DKG)" sowie Instruktor der AGA, der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie. Ausschließlich sehr erfahrene Ärzte dürfen als Instruktoren für die AGA-Kurse tätig werden.

Der im Landkreis Bad Tölz aufgewachsene Familienvater genießt es, wieder heimatnah tätig zu sein. Fachlich habe in seiner Entscheidung nach Agatharied zu wechseln vor allem eines eine wichtige Rolle gespielt: Die gute Vernetzung von stationärer Versorgungsstruktur des Kranken-hauses mit den vielen ambulanten Partnern in der Region sowie dem ambulanten OP-Zentrum Oberland zur Behandlung von elektiven Patienten. Als regionales Traumazentrum ist die Klinik zudem auch in der Lage, Notfallpatienten umfassend zu versorgen. „Ich freue mich sehr auf eine kollegiale Zusammenarbeit und enge Kooperation mit den anderen Fachdisziplinen und nieder-gelassenen Kollegen und Physiotherapeuten“, so der Fachmediziner.

Für Benjamin Bartholdt, Leiter Unternehmensentwicklung am Krankenhaus Agatharied, ist die Einrichtung des neuen Leistungsbereiches ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung einer bedarfsorientierten Versorgungsstruktur: „Unser Ziel ist es, den Menschen in unserer Re-gion genau die Behandlungsmöglichkeiten zu bieten, die sie brauchen. Mit der Ergänzung des bestehenden, hervorragenden Leistungsspektrums in der Traumatologie, Endoprothetik, Schul-ter- und Wirbelsäulenchirurgie um die Sportorthopädie haben wir eine Lücke geschlossen. Den Patienten bleiben damit lange Wege nach München erspart.“

Für ein persönliches Erstgespräch steht Dr. Minzlaff ab sofort im MVZ Holzkirchen mit seinen Sprechzeiten Montag und Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr und Mittwoch von 10 Uhr bis 18 Uhr zur Verfügung. Kleine Operationen erfolgen im angegliederten ambulanten OP-Zentrum Oberland im Atrium Holzkirchen. Für größere Eingriffe stehen die umfangreichen stationären Strukturen des Krankenhauses Agatharied zur Verfügung. Mehr Informationen zur Orthoclinic Agatharied sowie die Möglichkeit zur Onlineterminvergabe sind der Website www.orthoclinic.bayern zu entnehmen.

Download Pressemitteilung

Download Bild (PD Dr. med. Philipp Minzlaff)

 

Sie sind auf der Suche nach älteren Pressemitteilungen?

Diese finden Sie in unserem Archiv. 

Das Krankenhaus Agatharied in Zeiten der Corona-Pandemie

Hier gelangen Sie zur Übersicht der Artikel die in den Medien über das Krankenhauses Agatharied erschienen sind.

Zum Pressespiegel

Stellungnahme zum Einsatz von Cytotec (Misoprostol)

Seit dem 11.2.2020 berichten unter anderem der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung über gravierende Komplikationen in der Geburtshilfe in direktem Zusammenhang mit dem Medikament Cytotec© (Wirkstoff Misoprostol), welches seit Langem geburtseinleitend eingesetzt wird.

Unser geburtshilfliches Team (Hebammen und Ärzte/Innen) beobachtet mit Sorge die dadurch verursachte starke Verunsicherung der werdenden Mütter. Auch Frauen, deren Entbindung bereits länger zurückliegt, werden durch die aktuellen Medien nachträglich verängstigt.

Die wissenschaftliche Studienlage rechtfertigt den Einsatz geburtseinleitender Medikamente und Medizinprodukte für klar definierte Indikationen. Es sind nur wenige Präparate und Produkte in der Schwangerschaft zugelassen. Ein verantwortungsvoller, mit der Schwangeren offen kommunizierter „off-label-use" ist deshalb in der Geburtshilfe unverzichtbar.

Der Wirkstoff Misoprostol kommt im Krankenhaus Agatharied nur zum Einsatz, wenn sichergestellt ist, dass keine relevanten Operationen an der Gebärmutter (wie Kaiserschnitt) vorausgegangen sind.

Die Geburtseinleitung bedarf immer einer klaren Indikationsstellung. Grundlagen hierfür sind wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Empfehlungen u.a. der WHO – wie im Fall des Wirkstoffes Misoprostol. Nach Überschreiten des Geburtstermins erhöhen sich die Risiken für Mutter und Kind.

Grundsätzlich gilt bei jeder Geburtseinleitung, die Schwangeren über die geplante Methode bzw. mögliche Alternativen aufzuklären.

Wenn die Geburt nicht auf natürlichem Wege beginnt, stehen die Schwangere und ihr geburtshilfliches Team vor der Wahl zwischen einem Kaiserschnitt und einer Geburtseinleitung. Die meisten Schwangeren wünschen sich eine vaginale Geburt und möchten einen Kaiserschnitt vermeiden – diese Auffassung teilen Ärztinnen und Ärzte sowie Hebammen uneingeschränkt, sofern nicht aus anderen medizinischen Gründen ein Kaiserschnitt erforderlich wird.

Eine zusammen mit der Schwangeren getroffene Entscheidung zur Methode der Geburtseinleitung ist für das Vertrauensverhältnis im Kreißsaal unerläßlich.

Vor dem Hintergrund der aktuellen öffentlichen Diskussion ist wichtig zu wissen, dass alle Methoden der Geburtseinleitung neben dem erwünschten Nutzen auch Risiken bergen. Diese Risiken werden für den Fall, dass eine Geburtseinleitung notwendig wäre, mit der Schwangeren zusammen abgewogen und dann gemeinsam entschieden.

An dieser Stellen möchten wir auch auf die offizielle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) verweisen (Link).

Ihr

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach
Chefarzt Gynäkologie & Geburtshilfe

und das Team der Geburtshilfe


REFERENTIN FÜR UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
MELANIE SPEICHER M.A.

Telefon: +49 (0)8026 393-3002
Telefax: +49 (0)8026 393-4600

E-Mail