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Neuigkeiten aus der Klinik

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Das Krankenhaus Agatharied in den Medien

Wir sind online! Sie finden uns nun auch auf Facebook und Instagram. Alle Presseartikel über das Krankenhaus Agatharied finden Sie in unserem Pressespiegel. 

Hier gehts zum Pressespiegel

 

Unsere neuesten Pressemitteilungen

Juni 2021

Hausham, 16.06.2021  ̶ Seit über 20 Jahren erfüllt die Kinderstation im Krankenhaus  Agatharied den Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach einer wohnortnahen stationären Versorgung der Kinder des Landkreises Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. Die erfahrene Kinderärztin Margit Kellerer ist seit April 2021 Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin.

Die Kinderstation am Krankenhaus Agatharied hat eine gewichtige Rolle für Familien im Oberland. Jährlich werden hier ca. 1.500 Babys, Kinder und Jugendliche zwischen der 34. Schwangerschaftswoche und dem 18. Lebensjahr stationär und nach neustem medizinischen Standard behandelt und liebevoll versorgt. Im April 2021 trat mit Margit Kellerer eine erfahrene Expertin für Kinder- und Jugendmedizin die Nachfolge von Frau Dr. Martina Kranz als Chefärztin der Abteilung an. Margit Kellerer hatte die Abteilung während ihrer langjährigen Facharzttätigkeit unter der Leitung von Frau Dr. Kranz mit ausgebaut und im Frühjahr 2020 bereits als zunächst kommissarische Leitung übernommen.

„Unser Ziel ist es, eine fachlich hochqualifizierte Medizin nach neustem Standard zu bieten, dabei familienfreundlich und menschlich zugewandt“, so Kellerer, „Wir streben nach einer bestmöglichen Versorgung der Kinder des Landkreises und der angrenzenden Gebiete. Dafür setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Haus- und Kinderärzten.“

Die kinder- und jugendmedizinische Abteilung behandelt laut Kellerer das gesamte Spektrum allgemeinpädiatrischer  und neonatologischer Erkrankungen, die keine Intensivstation benötigen: „Wir verfügen direkt bei uns im Haus über alle notwendigen Untersuchungsmethoden, wie Labordiagnostik, Ultraschall, EKG, EEG, Lungenfunktionsdiagnostik und die radiologische Diagnostik. Unsere Unfallchirurgen behandeln Knochenbrüche (konservativ und operativ). Für alle weiteren Operationen (z.B. Blinddarm) stehen die Viszeralchirurgen des Hauses zur Verfügung. Wann immer möglich, führen wir Operationen minimal-invasiv laparoskopisch, also möglichst schonend, durch.“

Seit kurzem können Erkrankungen des Verdauungstrakts bereits ab dem 4. Lebensjahr durch eine Kindergastroenterologin endoskopisch abgeklärt werden. Für die Diagnostik von funktionellen Störungen verstärken zwei Ärztinnen mit der Zusatzbezeichnung Kinder-und Jugendpsychotherapie das Team.

Auch Kinder mit neurologischen Auffälligkeiten sind optimal versorgt: Die Klinik arbeitet in diesen Fällen eng mit dem niedergelassenen Kinderneurologen Dr. Matthias Ensslen zusammen, der im Haus eine Spezialsprechstunde anbietet.

Die Kinderstation in Agatharied verfügt über 18 Betten. 6 dieser Betten sind speziell ausgestattet für die neonatologische Versorgung von kranken Neugeborenen und von Frühgeborenen, also von Säuglingen, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Die Mitaufnahme eines Elternteils ist nach Angaben der Abteilung bei allen Kindern jederzeit gerne möglich.

Das ärztliche Team besteht aus insgesamt 9 Fachärztinnen und -ärzten für Kinderheilkunde. Sie gewährleisten eine kinderärztliche Versorgung rund um die Uhr.

Und das gilt auch für die Kleinsten (Babys ab der vollendeten 34. Schwangerschaftswoche). So ist es kein Wunder, dass im Krankenhaus Agatharied die Geburtenzahlen auch im vergangenen Jahr auf mittlerweile etwa 1.400 Geburten im Jahr gestiegen sind. Dazu beigetragen haben auch die Schließungen der geburtshilflichen Abteilungen in Bad Aibling und Bad Tölz.

Zusammen mit der geburtshilflichen Abteilung ist die Kinderabteilung als perinataler Schwerpunkt ausgewiesen. Die Wöchnerinnen und die Neugeborenen werden in der Klinik auf derselben Station betreut, wodurch ein enger Kontakt zwischen Mutter und Kind garantiert ist. „Das kleinste Frühchen, das durchgehend auf unserer Station betreut werden konnte, wog bei Geburt 1200g.“, erzählt Kellerer strahlend. Ihr Herz schlägt für die Kinder.

Frau Kellerer

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April 2021

Hausham, 07.04.2021 - Warum braucht es noch ein Lehrbuch zur Schulterchirurgie? Die Deutsche Vereinigung für Schulter– und Ellenbogenchirurgie (DVSE) e.V. ist mit über 1.000 Mitgliedern eine starke Gemeinschaft von Orthopäden und Unfallchirurgen, die sich speziell mit diesem komplexen System aus verschiedenen Gelenken beschäftigen, täglich konservative und operative Indikationen stellen und Patienten behandeln. Es lag daher nahe, aus dieser Gemeinschaft heraus einen aktuellen Leitfaden zur Schulterchirurgie herauszubringen, der die große klinische Erfahrung der Autoren widerspiegelt.


„Unser Ziel war es, dass der fortgeschrittene Facharzt kein weiteres Buch in die Hand nehmen muss“, so Prof. Dr. Ulrich Brunner, mehrfach ausgezeichneter Experte und Chefarzt der Unfall-, Schulter und Ellenbogenchirurgie am Krankenhaus Agatharied, „Unser Wunsch als Autoren ist es, dass es den Medizinern in der täglichen Arbeit zum Wohle ihrer Patienten hilft.“
Das neue Gesamtwerk „Expertise Schulter“ erschien kürzlich im Thieme Verlag und bietet eine umfassende Aufarbeitung dieses medizinischen Fachbereichs nach neuesten Methoden und Erkenntnissen, geprägt durch die große Erfahrung von Prof. Brunner und seinen Kollegen. Das Lehrbuch wird für künftige Generationen der Schulterchirurgie Standards beschrei-ben und Sicherheit gewähren, sowohl für Ärzte in der Aus- und Weiterbildung, als auch für Fachärzte auf dem Weg zur Spezialisierung.


Als Kopf des Zentrums für Unfall-, Schulter- und Ellenbogenchirurgie am Krankenhaus Agatharied, wurde Prof. Brunner 2021, wie auch in den vergangenen Jahren, durch die Deutsche Gesellschaft für Schulter und Ellenbogenchirurgie (DVSE) für die kontinuierliche Qualitätssicherung der Patientenversorgung und stetige Fortbildung zertifiziert.


Das Zentrum für Schulter- und Ellenbogenchirurgie ist bereits seit über 20 Jahren eine der zentralen medizinischen Säulen des Krankenhauses Agatharied. Mit einer enormen Bandbreite an schonenden Behandlungs- und Operationsverfahren (Arthroskopie, rekonstruktive Techniken, biologische Heilungsverstärkung, Gelenkersatz, etc.) ist es erklärtes Ziel des Fachbereichs, die optimale und schmerzfreie Beweglichkeit der Gelenke wieder herzustellen. Kombiniert mit der mehr als 30-jährigen Erfahrung von Prof. Brunner und seinem eingespielten Team können dort sämtliche Beschwerden im Schulter- und Ellenbogenbereich behandelt werden.
 

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Februar 2021

Hausham, 19.02.2021 - Ein innovatives telemedizinisches Projekt des Krankenhauses Agatharied eröffnet ganz neue Möglichkeiten der ambulanten Palliativbetreuung. Gemeinsam mit fünf Konsortialpartnern hat das Krankenhaus im Landkreis Miesbach das Projekt „TANNE“ („Telemedizinische Antworten auf Neuropalliative Nachfragen in Echtzeit“) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Hospize und SAPV-Teams (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) bei der Betreuung neurologischer Patienten zu unterstützen. Durch dieses einzigartige Projekt besteht rund um die Uhr (24/7) Zugriff auf einen Neurologen mit palliativer Erfahrung. Mit Hilfe eines Videosystems (Tablet und WLAN-Router) werden Konsile vom Patientenbett aus mit dem Expertenteam im Krankenhaus Agatharied durchgeführt. So kann telemedizinisch zur Verfügung gestellte fachneurologische Expertise helfen, die ambulante und hospizliche Versorgung neurologischer Patienten in einer palliativen Phase zu verbessern. 

Palliativmedizin vor großen Veränderungen
Die Palliativmedizin befindet sich seit Jahren in einem stetigen Wandel. Neben onkologischen Krankheitsbildern werden auch vermehrt andere Erkrankungen in die Palliativversorgung eingeschlossen. Oberärztin und Mitinitiatorin des Projektes, Dr. med. univ. Christiane Weck, erklärt: „Derzeit werden viele Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu Hause oder im Pflegeheim versorgt, ohne dass fachspezifische Hilfe zur Verfügung steht. Das betrifft beispielsweise nicht nur Patienten mit amyotropher Lateralsklerose, sondern auch mit Parkinson, Demenz, Multipler Sklerose oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung.“ Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl, Chefarzt der Abteilung Neurologie und der Abteilung für Palliativmedizin des Krankenhauses und Facharzt für Neurologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, betont: „Durch den Einsatz moderner Kommunikationstechnik ist es dem Neurologenteam mit ‚TANNE‘ gelungen, in Echtzeit eine ambulante Betreuung neurologischer Symptome und die Möglichkeit eines Expertengesprächs für Patienten und Angehörige anbieten zu können.“

Evaluierung nach erfolgreicher Pilotphase
In einem vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Pilotproprojekt (12/2016 - 11/2018) wurden bereits sechs bayerische SAPV-Teams an das Fachzentrum – die Neurologie des Krankenhauses Agatharied – erfolgreich angeschlossen und mit speziell konzipierten mobilen Telesystemen ausgestattet. 

Eine Anschlussförderung der Paula Kubitschek-Vogel Stiftung erlaubte es, dieses Projekt für weitere 12 Monate und mit insgesamt 15 SAPV-Teams fortzuführen (12/2018 - 11/2019). Aufbauend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre und durch Förderung des Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kann diese neue Versorgungsform im Rahmen einer klinischen Studie über 24 Monate hinweg intensiv erforscht werden. Patienten mit einer neurologischen Erkrankung bzw. einer neurologischen Diagnose (auch Nebendiagnose) sollen in die Studie eingeschlossen werden, die im April dieses Jahres starten wird.

Dem telemedizinischen Zentrum am Krankenhaus Agatharied stehen folgende Konsortialpartner des Projektes zur Seite:

Die AOK Bayern unterstützt als größte Krankenkasse Bayerns das Projekt. 

Die Arbeitsgruppe Medizinökonomie unter Federführung von Prof. Dr. Jürgen Zerth (Wilhelm Löhe Hochschule/Universität Bayreuth) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Maier (Universität Bayreuth/BA Sachsen) und korrespondierender Begleitung durch Prof. Dr. Volker Ulrich (Universität Bayreuth) wird die gesundheitsökonomische Evaluation des Projektes durchführen.

Prof. Dr. Kirsten Brukamp (Evangelische Hochschule Ludwigsburg) wird die sozialen, psychologischen, ethischen und rechtlichen Aspekte dieses Projektes beleuchten, da es sich um ein ethisch sensibles Thema handelt. Auch soll die Nutzungsorientierung im Sinne der Verbesserung der Nutzungsfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit des Projektes untersucht werden.

Die technische Evaluation und Ausstattung erfolgt durch die Firma Meytec, mit der bereits die Pilotphase erfolgreich durchgeführt wurde. 

Die statistische Evaluation, die Datenerfassung und die elektronische Fallakte dieses Projektes werden mit der Firma StatConsult erarbeitet. Es handelt sich um eine Firma, die als Auftragsinstitut im Umfeld klinischer Forschung und Entwicklung tätig und dabei auch auf biometrische Aspekte klinischer Studien spezialisiert ist. Andererseits ist die Firma Entwickler und Betreiber der Software PalliDoc® die zur Dokumentation u.a. im Bereich der ambulanten Palliativversorgung eingesetzt wird und als Grundlage der gemeinsamen elektronischen Fallakte dient. 

Flächendeckende ambulante Versorgung
Mithilfe der telemedizinischen Palliativ Care können ambulante Palliativteams fortan auch bei jenen komplexen Fragestellungen, die bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen auftreten, kompetent und zeitnah unterstützt werden. Professor Lorenzl unterstreicht die Bedeutung des Verfahrens: „Wenn die häuslichen Umstände es erlauben, können wir die Patienten durch diese neuartige Möglichkeit zur Zusammenarbeit künftig bis zu ihrem Lebensende zuhause versorgen. Die beachtliche Mobilität unserer Lösung und die Verbindung des bestehenden palliativen und neurologischen Fachwissens durch IT-gestützte Instrumente können in Zukunft zu einer flächendeckenden ambulanten Versorgung von neurodegenerativ erkrankten Menschen führen.
Auch und gerade in dünn besiedelten Gebieten. Dazu werden in ganz Bayern ambulante Palliativteams und Hospize mit dem telemedizinischen Zentrum am Krankenhaus Agatharied vernetzt.“

„TANNE“ als Regelversorgung
„Ziel ist es, Expertenwissen einem breiten Raum zugänglich zu machen und eine neurologische Fachexpertise in die ambulante Versorgung einzubringen, in der jeder Patient, unabhängig von seinem Wohnort, die gleiche spezialisierte medizinische Versorgung erhalten kann“, betont. Dr. med. univ. Christiane Weck. „Gleichzeitig wird das Projekt wissenschaftlich begleitet, damit die benötigten Daten gesammelt werden können, um ‚TANNE‘ in Zukunft in die Regelversorgung überführen und damit allen Patienten dauerhaft zugänglich machen zu können.“

Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel wagt die Prognose: „Diese intelligente Kombination aus ambulanter Versorgung und telemedizinisch abrufbarem Expertenwissen kann künftig zu einem Erfolgsmodell zeitgemäßer medizinischer Versorgung werden.“ 

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Mai 2021

Hausham, 17.05.2021  ̶ Laut Robert Koch-Institut erhalten rund 500.000 Menschen in Deutschland jährlich die Diagnose Krebs. Eine Zahl, die deutlich macht, wie wichtig eine hochqualitative, wohnortnahe Behandlungsmöglichkeit gerade bei dieser Volks-krankheit ist. Im Krankenhaus Agatharied sind die Bedürfnisse der Bevölkerung ein ganz entscheidender Aspekt bei der Entwicklung des Leistungsspektrums. So wurde das stationäre Behandlungsangebot in diesem Frühjahr weiter ausgebaut und um den Bereich Hämatologie und Onkologie erweitert. Mit Dr. med. Frederik Götte wurde ein ausgewiesener Spezialist zur Behandlung von Erkrankungen des Bluts und des Knochenmarks gewonnen.

Für onkologische Patienten ist Agatharied bereits seit über 20 Jahren eine verlässliche Adresse. Gerade bei der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen wird der Wert einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der einzelnen Fachbereiche wie z.B. Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie und Neurologie deutlich. Im Krankenhaus Agatharied stehen z.B. das zertifizierte Darmkrebszentrum oder das Pankreaszentrum Oberland beispielhaft für beste interdisziplinäre Zusammenarbeit. Diesen Zentren gemein ist das Ziel, zu Gunsten der Patienten und höchster Qualität, die Kompetenzen der einzelnen Fachabteilungen zu bündeln. Für eine optimale Zusammenarbeit besteht bereits seit vielen Jahren eine wöchentliche Tumor-konferenz, bei der die Behandlung jedes einzelnen onkologischen Patienten durch die behandelnden Spezialisten besprochen wird.

Ein fester Bestandteil dieser Kooperationen ist auch die ebenfalls unter dem Dach des Krankenhauses angesiedelte Onkologische-Praxis von Prof. Pihusch. Als etablierte Institution bietet die Praxis bei Krebserkrankungen Behandlungen im ambulanten Setting. Zudem ist Herr Prof. Pihusch seit vielen Jahren fester Bestandteil der Tumorkonferenz.

Zu Beginn des Jahres wurde für die stationäre Versorgung der Krebspatienten in Agatharied eine weitere Sparte eröffnet. Im Team um Chefarzt PD Dr. med. Peter Klare übernimmt der Leitende Oberarzt Dr. med. Frederik Götte den Bereich Hämatologie und Onkologie als Teil der Abteilung Innere Medizin - Gastroenterologie, Hämato-/Onkologie und Diabetologie. Götte bringt viel Erfahrung in diesem Bereich mit und ergänzt den onkologischen Querschnittsbereich gemeinsam mit Herrn Prof. Pihusch. „Betroffenen mit Erkrankungen des Blutes und des Knochenmarks sowie mit bösartigen Erkrankungen anderer Organe können wir ein umfangreiches Spektrum an Diagnostik und Therapien auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft bieten“, so Götte, „uns ist es wichtig, unsere Patienten mit der Diagnose Krebs auf höchstem Niveau zu versorgen; und das wohnortnah.“

Im Zentrum des Behandlungsansatzes steht laut Götte die personalisierte Medizin, also ein Patienten-individuelles Behandlungskonzept. Auf der Basis einer genauen Erbgut-Untersuchung von Tumoren der jeweiligen Patienten werden speziell auf jeden einzelnen Patienten zugeschnittene („personalisierte“) Behandlungskonzepte erstellt. Für die Diagnostik und Therapie besteht neben der Vernetzung aller internen Experten auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Comprehensive Cancer Center München (CCCM).

Prof. Pihusch ist von der Erweiterung des Angebots in Agatharied überzeugt: „Wir können unseren Patienten ihre Behandlung ab sofort je nach Indikation und Verlauf sowohl stationär im Krankenhaus Agatharied als auch ambulant in unseren beiden Praxis-Standorten am Krankenhaus Agatharied und im MVZ in Rosenheim anbieten. Die räumliche Nähe und die große fachliche Expertise schafft für uns die ideale Basis für eine enge interdisziplinäre Zusammen-arbeit mit den jeweils beteiligten Fachbereichen. Für uns und unsere Patienten ist das ein absoluter Zugewinn.“

Denn ob ambulant oder stationär – der Patient steht in der Klinik stets im Mittelpunkt. Jeder einzelne Fall wird im sogenannten Tumorboard vor Beginn der Therapie besprochen. Den Patienten steht das gesamte onkologische Behandlungsspektrum mit klassischer Chemotherapie, zielgerichteter Therapie sowie Immun- und Hormontherapie zur Verfügung. Patienten und Angehörige werden umfassend durch die enge Kooperation mit der Ernährungs-, Palliativmedizin sowie der Psychoonkologie betreut.

Prof. Dr. med. Rudolf Pihusch und Dr. med. Frederik Götte

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März 2021

Hausham, 31.03.2021 – Im Rahmen des Online-Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) wurde PD Dr. Stefan Rimbach, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Agatharied, Ende März 2021 mit dem "Golden Scope" ausgezeichnet. Dies ist die höchste Ehrung der AGE für besondere Verdienste in der gynäkologischen Endoskopie.


Die Golden-Scope-Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet der minimal-in-vasiven Chirurgie in der Gynäkologie. Dazu zählen die wissenschaftliche und klinische Entwicklung und Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationsverfahren, zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zu diesem Thema. Anerkannt wurde zudem die Mitwirkung am Ausbildungs- und Zertifizie-rungskonzept für die gynäkologische Endoskopie, Aus- und Fortbildungstätigkeit im Rahmen von Operationskursen und Kongressen, das berufspolitisches Engagement, z.B. im Vorstand der Deut-schen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, sowie die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie, deren Vorsitz PD Dr. Rimbach von 2016-2017 innehatte. Nach Preisträgern in Hamburg und Gießen geht die renommierte Auszeichnung nun nach Agatharied. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in unserem Hause eine solch hohe Expertise haben“, so Herr Bartholdt, Leiter und Prokurist der Unternehmensentwicklung und -steuerung des Krankenhauses Agatharied.
Mit gynäkologischer Endoskopie bezeichnet man das minimal invasive Operieren in der Gynäkologie. Der Operateur sieht das Operationsgebiet auf einem Bildschirm über eine durch den Nabel einge-führte Optik (Endoskop). Er operiert mit Instrumenten, die durch winzige Einstiche im Unterbauch eingeführt werden. Auf diese Weise werden größere Bauchschnitte vermieden und die Operation ist weit weniger belastend für die Patientin. Diese Operationstechnik wird in der gynäkologischen Abtei-lung des Krankenhauses Agatharied bei der großen Mehrzahl aller Eingriffe eingesetzt. Die Indikatio-nen reichen von Gebärmutteroperationen über Eingriffe bei unerfülltem Kinderwunsch, Endometri-ose, aber auch Senkungsoperationen und Eingriffen bei bösartigen Erkrankungen wie Gebärmutter-krebs.
Herr PD Dr. Rimbach hat sich mit dem Thema gynäkologische Endoskopie wissenschaftlich und kli-nisch schon seit seiner Assistenz- und Oberarztzeit an der Universität Heidelberg beschäftigt und da-mit auch habilitiert. Ausdruck der klinischen Expertise ist die persönliche Zertifizierung als Operateur mit MIC III, der höchsten in minimal-invasivem Operieren in der Gynäkologie erreichbaren Stufe. En-doskopisches Operieren ist auch ein wesentlicher Bestandteil der im letzten Jahr erfolgten Zertifizie-rung des Endometriosezentrums im Krankenhaus Agatharied.

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Hausham, 05.03.2021 – Das deutsche Medizinproduktegesetz ist streng – Die Krankenhäu-ser sind dazu verpflichtet, medizintechnische Geräte, die nicht mehr zu hundert Prozent dem aktuellen Stand entsprechen, auszusondern. Doch Geräte, mit denen gerade noch ge-heilt und Leben gerettet werden konnten, müssen einen Augenblick später noch lange nicht auf den Sperrmüll. In Ländern, in denen die Auflagen weniger rigide sind und wo me-dizinisches Equipment rar ist, können Sie weiterhin erfolgreich gemäß ihrem Zweck zum Einsatz kommen. Wie zum Beispiel im ukrainischen Baryschiwka, der Partnerstadt der Ge-meinde Pullach im Süden von München, wo veraltete Medizingeräte des Krankenhauses Agatharied ihre zweite Karriere antreten dürfen.


Die kommunale Partnerschaft zwischen der Gemeinde Pullach im Isartal und Baryschiwka und Beresan in der Ukraine besteht schon seit über 30 Jahren. Von Anfang an stand die Unter-stützung der Krankenhäuser und des Gesundheitssystems durch die Gemeinde als ein wesent-licher Baustein der Partnerschaft im Vordergrund der Zusammenarbeit. „Es ist für uns kaum vorstellbar, wie dürftig die Ausstattung damals war und was auch heute noch dringend erfor-derlich ist, um eine gute Gesundheitsvorsorge und Behandlungen der Patienten zu gewährleis-ten. Wo immer wir zwar gebrauchte, aber technisch noch gut einsetzbare medizinische Gerät-schaften als Spende akquirieren oder günstig erwerben konnten, haben wir diese in die Ukra-ine geschickt. Ich selbst habe zwei voll ausgestattete Krankenwagen nach Baryschiwka gefah-ren. Die Fortentwicklung einer guten medizinischen Ausstattung der Krankenhäuser und die Fortbildung der Ärztinnen und Ärzte sind für unsere ukrainischen Partner lebenswichtig. Ich danke den Verantwortlichen des Krankenhauses Agatharied für ihre engagierte Unterstüt-zung“, bedankt sich die Bürgermeisterin von Pullach, Susanna Tausendfreund.


Das Krankenhaus Agatharied unterstützt den Partnerschaftsverein der Gemeinde Pullach be-reits seit vielen Jahren bei diesem länderübergreifenden Medizinprojekt. Michael Guggemoos, Kaufmännischer Direktor des Krankenhauses Agatharied erklärt den Projektablauf: „Da im-mer wieder medizinische Ausrüstung benötigt wird und wir über Altgeräte verfügen, für die wir keine Verwendung mehr haben, wurde der Partnerschaftsverein angefragt. Die Gemeinde Pullach hat die Kosten für die Geräte übernommen und der Verein den Transport in die Ukra-ine organisiert.“ In vergleichbaren Projekten, z.B. als 2020 OP-Instrumente an ein Hilfspro-jekt in Kenia gingen, gab die Klinik nicht mehr zu verwendendes Material auch kostenfrei ab. Dieses Mal jedoch werden mit Ultraschallgeräten, einer Zentrifuge und einem Blutzellsepara-tionsgerät, Mikrobiologischen Analysegeräten und vielen mehr, teure Geräte abgegeben, die bei ihrer Anschaffung unter anderem aus Fördergeldern finanziert wurden. Aus diesem Grund kann das Equipment laut Guggemoos zwar nicht kostenfrei, aber zu einem, nach Hersteller-einschätzung fairen Preis an die Gemeinde Pullach verkauft werden.


Die landkreis- und länderübergreifenden Beziehungen sind über die Jahre eng zusammenge-wachsen. So waren in den vergangenen Jahren auch schon Vertreter aus Krankenhäusern und der Politik aus Baryschiwka und Beresan zu Vorträgen und zur Hospitation im Oberland. Im Gegenzug besuchten Vertreter des Krankenhauses Agatharied die Partner aus der Ukraine und gewannen Eindrücke in das dortige Gesundheitswesen.


Auch Landrat Olaf von Löwis liegt die gute landkreis- und länderübergreifende Zusammenar-beit am Herzen: "Die Gesundheit ist ein wertvolles Geschenk. In Ländern, in denen das Ge-sundheitssystem nicht jedem zugänglich ist oder die Strukturen nicht immer sehr gute Be-handlungen zulassen, muss geholfen werden. Es freut mich sehr, dass Medizinprodukte aus unserem Krankenhaus in einem anderen Land weiterhin Verwendung finden und Menschenle-ben retten können."

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Hausham, 03.03.2021   ̶  Ob Krampfadern, Besenreißer, offene Beine oder Verschlüsse der Schlagadern, die zu Infarkten und Schlaganfällen führen können– mit seiner breiten Expertise deckt das Team des Gefäßzentrums am Krankenhaus Agatharied das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin ab. 2018 wurde mit einer Gefäßchirurgischen Spezialsprechstunde im MVZ Holzkirchen zusätzlich eine ambulante Anlaufstelle geschaffen. Zum Jahreswechsel trat Dr. med. Meisner die dortige Leitung der Gefäßmedizin an. Die enge Zusammenarbeit der beiden Standorte macht das Portfolio des Gefäßzentrums Agatharied komplett.

 

Als ehemaliger Oberarzt im Klinikum rechts der Isar in der Klinik und Poliklinik für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie übernimmt Dr. med. Franz G. Meisner als neuer Leiter die Gefäßmedizin im MVZ Holzkirchen im Atrium. Hier wird der gefäßchirurgische Facharzt nicht nur klinische, doppler- und duplexsonographische Untersuchungen am arteriellen und venösen System, sondern auch Eingriffe im ambulanten OP-Zentrum Oberland im Atrium durchführen. Aufgrund seiner großen operativen Erfahrung wird er zusätzlich als neues Mitglied des Gefäßzentrums Agatharied im Krankenhaus Agatharied auch stationäre Eingriffe in Zusammenarbeit mit dem bereits bestehenden Team aus mittlerweile fünf Fachärzten durchführen.

 

An seinen nun drei Sprechstundentagen (Montag, Donnerstag und Freitag) wird Dr. Meisner die klinischen Symptome venöser und arterieller Probleme eruieren sowie die Ursachen derer mit Hilfe der Sonographie festhalten und dokumentieren. Zusätzlich soll in Zukunft bei speziellen Fragestellungen vor allem in der Stentchirurgie die sehr moderne kontrastmittelverstärkte Sonographie im Krankenhaus Agatharied zum Einsatz kommen.

Nicht nur am Ultraschallgerät ist der Gefäßspezialist sehr erfahren: neben den klassischen operativen Verfahren ist vor allem seine Expertise im Bereich der sehr schonenden Katheter gestützten endovaskulären und endovenösen Therapie hervorzuheben. Ambulante Eingriffe können direkt in Holzkirchen erfolgen, sollte eine stationäre Behandlung notwendig sein, kann dies von Dr. Meisner im Krankenhaus Agatharied durchgeführt werden.

 

Die Schwerpunkte der ambulanten medizinischen Versorgung liegen im Bereich der Krampfaderbehandlung sowie der Implantation von Portkathetern zur Medikamentengabe über die Venen. Bei chronischen Wunden kann im MVZ Holzkirchen die Ursache eruiert und bei einem bestehenden Gefäßproblem auch behandelt werden.

 

Geboren in München und am Starnberger See aufgewachsen ist Oberbayern seine Heimat. Privat spielt der Mediziner seit über 20 Jahren in einer Jazzband und bildet seit mehreren Jahren die Ersthelfer der Freiwilligen Feuerwehr Berg fort.

Eine termintreue, zeitgerechte und hoch aktuelle medizinische Versorgung ist dem Mediziner besonders wichtig. Sein Anspruch ist eine optimale gefäßmedizinische Versorgung der Bevölkerung im nahen und fernen Umfeld mit hoher medizinischer Kompetenz in Zusammenarbeit mit den Kollegen im Umland.

 

Vita/Hintergrundinformation:

Nach seinem Studium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Harvard Medical School in Boston, USA, begann er die klinische Ausbildung am Universitätsklinikum Ulm in der Gefäßchirurgie bei Herrn Prof. Dr. med. K.H. Orend. Nach bestandener Facharztprüfung wurde er dort nach kurzer Zeit zum Oberarzt ernannt und konnte sein operatives Spektrum vor allem endovaskulär also (minimalinvasiv) mit Kathetern, welche innerhalb der Arterien bewegt werden, erweitern. Im Rahmen eines Neubaus konnte der Mediziner in Ulm parallel zur operativen Tätigkeit eine Tagesklinik für ambulante Eingriffe etablieren, welche bis heute besteht. Als gebürtiger Münchner kam er im Oktober 2014 zurück in die Heimat, wo er im Klinikum rechts der Isar bei Herrn Prof. Dr. Eckstein im Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München weiterhin als Oberarzt tätig war. Hier konnte er seine bereits bestehenden endovaskulären Kenntnisse sowohl peripher als auch endovenös erneut erweitern. Im Laufe des Jahres 2020 entwickelte sich die Möglichkeit in das MVZ Holzkirchen als dortiger Leiter der Gefäßmedizin zu wechseln. Dr. Meisner bietet das komplette Spektrum der konventionellen und endovaskulären Gefäßchirurgie sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie arteriell und venös an.

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Januar 2021

Hausham, 26.01.2021 - Ein kleiner Piecks hat große Wirkung, nämlich dann, wenn er in Form einer Impfspritze jenen Menschen verabreicht wird, die in ihrem beruflichen Alltag bei der Behandlung von Patienten in den Covid-19-Risikobereichen nur durch ihre Schutzausrüstung von dem hochansteckenden Erreger getrennt sind. Bei der Priorisierung der Impfkandidaten wird auch berücksichtigt, ob ein persönliches erhöhtes Risikoprofil besteht. Nach einer erneuten Impfkaskade am vergangenen Wochenende verzeichnet das Krankenhaus Agatharied nun bereits rund 240 geimpfte Mitarbeiter.

 

„Bei uns herrscht eine große Impfbereitschaft. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten werden zunächst die Kollegen geimpft, die in den Bereichen des Krankenhauses arbeiten, wo potentiell Corona-positive Patienten behandelt werden. Dazu zählen neben unseren beiden Isolierstationen auch die Intensivstation, der OP und natürlich die zentrale Notaufnahme. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch diesen Schutz auch weiterhin handlungsfähig bleiben und die Patienten im Landkreis in gewohnter Qualität versorgen können.“, schildert Sven Steppat, Pflegedirektor am Krankenhaus Agatharied die Priorisierung mit der die Klinikmitarbeiter die für sie vorgesehenen Impfkapazitäten des Landkreises Miesbach in Anspruch nehmen. Mittlerweile konnte bereits gut einem Viertel der Krankenhausbelegschaft eine oder auch schon beide der für einen Schutz notwendigen zwei Impfdosen verabreicht werden. Weitere Impfungen sind während der nächsten zwei bis drei Wochen geplant, sobald das Gesundheitsamt neue Lieferungen ankündigt.

 

Dr. med. Peter Wellner, Chefarzt der geriatrischen Abteilung und Mitglied des Ärztlichen Direktoriums am Krankenhaus Agatharied erhielt eine Impfung. Er ist täglich auf der Isolierstation der Klinik im Einsatz. Seine Erfahrungen als Impfkoordinator im Krankenhaus sind positiv: „Als Chefarzt für Geriatrie liegen mir die älteren Bewohner unseres Landkreises sehr am Herzen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, im Januar die Alten- und Pflegeheime in der Gegend flächendeckend zu impfen. Im nächsten Schritt werden Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen vorgezogen, mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch weiterhin stabil zu gewährleisten. Die Kollegen des ärztlichen Kreisverbandes leisten hervorragende Arbeit. Die Menge des zur Verfügung gestellten Impfstoffes haben wir leider nicht in der Hand – die organisatorischen Abläufe im Impfzentrum in Hausham laufen aber einwandfrei.“

 

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Das Krankenhaus Agatharied in Zeiten der Corona-Pandemie

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Stellungnahme zum Einsatz von Cytotec (Misoprostol)

Seit dem 11.2.2020 berichten unter anderem der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung über gravierende Komplikationen in der Geburtshilfe in direktem Zusammenhang mit dem Medikament Cytotec© (Wirkstoff Misoprostol), welches seit Langem geburtseinleitend eingesetzt wird.

Unser geburtshilfliches Team (Hebammen und Ärzte/Innen) beobachtet mit Sorge die dadurch verursachte starke Verunsicherung der werdenden Mütter. Auch Frauen, deren Entbindung bereits länger zurückliegt, werden durch die aktuellen Medien nachträglich verängstigt.

Die wissenschaftliche Studienlage rechtfertigt den Einsatz geburtseinleitender Medikamente und Medizinprodukte für klar definierte Indikationen. Es sind nur wenige Präparate und Produkte in der Schwangerschaft zugelassen. Ein verantwortungsvoller, mit der Schwangeren offen kommunizierter „off-label-use" ist deshalb in der Geburtshilfe unverzichtbar.

Der Wirkstoff Misoprostol kommt im Krankenhaus Agatharied nur zum Einsatz, wenn sichergestellt ist, dass keine relevanten Operationen an der Gebärmutter (wie Kaiserschnitt) vorausgegangen sind.

Die Geburtseinleitung bedarf immer einer klaren Indikationsstellung. Grundlagen hierfür sind wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Empfehlungen u.a. der WHO – wie im Fall des Wirkstoffes Misoprostol. Nach Überschreiten des Geburtstermins erhöhen sich die Risiken für Mutter und Kind.

Grundsätzlich gilt bei jeder Geburtseinleitung, die Schwangeren über die geplante Methode bzw. mögliche Alternativen aufzuklären.

Wenn die Geburt nicht auf natürlichem Wege beginnt, stehen die Schwangere und ihr geburtshilfliches Team vor der Wahl zwischen einem Kaiserschnitt und einer Geburtseinleitung. Die meisten Schwangeren wünschen sich eine vaginale Geburt und möchten einen Kaiserschnitt vermeiden – diese Auffassung teilen Ärztinnen und Ärzte sowie Hebammen uneingeschränkt, sofern nicht aus anderen medizinischen Gründen ein Kaiserschnitt erforderlich wird.

Eine zusammen mit der Schwangeren getroffene Entscheidung zur Methode der Geburtseinleitung ist für das Vertrauensverhältnis im Kreißsaal unerläßlich.

Vor dem Hintergrund der aktuellen öffentlichen Diskussion ist wichtig zu wissen, dass alle Methoden der Geburtseinleitung neben dem erwünschten Nutzen auch Risiken bergen. Diese Risiken werden für den Fall, dass eine Geburtseinleitung notwendig wäre, mit der Schwangeren zusammen abgewogen und dann gemeinsam entschieden.

An dieser Stellen möchten wir auch auf die offizielle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) verweisen (Link).

Ihr

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach
Chefarzt Gynäkologie & Geburtshilfe

und das Team der Geburtshilfe


REFERENTIN FÜR UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
MELANIE SPEICHER M.A.

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Telefax: +49 (0)8026 393-4600

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