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Neuigkeiten aus der Klinik

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Das Krankenhaus Agatharied in den Medien

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Unsere neuesten Pressemitteilungen

März 2021

Hausham, 31.03.2021 – Im Rahmen des Online-Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) wurde PD Dr. Stefan Rimbach, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Agatharied, Ende März 2021 mit dem "Golden Scope" ausgezeichnet. Dies ist die höchste Ehrung der AGE für besondere Verdienste in der gynäkologischen Endoskopie.


Die Golden-Scope-Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet der minimal-in-vasiven Chirurgie in der Gynäkologie. Dazu zählen die wissenschaftliche und klinische Entwicklung und Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationsverfahren, zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zu diesem Thema. Anerkannt wurde zudem die Mitwirkung am Ausbildungs- und Zertifizie-rungskonzept für die gynäkologische Endoskopie, Aus- und Fortbildungstätigkeit im Rahmen von Operationskursen und Kongressen, das berufspolitisches Engagement, z.B. im Vorstand der Deut-schen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, sowie die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie, deren Vorsitz PD Dr. Rimbach von 2016-2017 innehatte. Nach Preisträgern in Hamburg und Gießen geht die renommierte Auszeichnung nun nach Agatharied. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in unserem Hause eine solch hohe Expertise haben“, so Herr Bartholdt, Leiter und Prokurist der Unternehmensentwicklung und -steuerung des Krankenhauses Agatharied.
Mit gynäkologischer Endoskopie bezeichnet man das minimal invasive Operieren in der Gynäkologie. Der Operateur sieht das Operationsgebiet auf einem Bildschirm über eine durch den Nabel einge-führte Optik (Endoskop). Er operiert mit Instrumenten, die durch winzige Einstiche im Unterbauch eingeführt werden. Auf diese Weise werden größere Bauchschnitte vermieden und die Operation ist weit weniger belastend für die Patientin. Diese Operationstechnik wird in der gynäkologischen Abtei-lung des Krankenhauses Agatharied bei der großen Mehrzahl aller Eingriffe eingesetzt. Die Indikatio-nen reichen von Gebärmutteroperationen über Eingriffe bei unerfülltem Kinderwunsch, Endometri-ose, aber auch Senkungsoperationen und Eingriffen bei bösartigen Erkrankungen wie Gebärmutter-krebs.
Herr PD Dr. Rimbach hat sich mit dem Thema gynäkologische Endoskopie wissenschaftlich und kli-nisch schon seit seiner Assistenz- und Oberarztzeit an der Universität Heidelberg beschäftigt und da-mit auch habilitiert. Ausdruck der klinischen Expertise ist die persönliche Zertifizierung als Operateur mit MIC III, der höchsten in minimal-invasivem Operieren in der Gynäkologie erreichbaren Stufe. En-doskopisches Operieren ist auch ein wesentlicher Bestandteil der im letzten Jahr erfolgten Zertifizie-rung des Endometriosezentrums im Krankenhaus Agatharied.

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Hausham, 03.03.2021   ̶  Ob Krampfadern, Besenreißer, offene Beine oder Verschlüsse der Schlagadern, die zu Infarkten und Schlaganfällen führen können– mit seiner breiten Expertise deckt das Team des Gefäßzentrums am Krankenhaus Agatharied das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin ab. 2018 wurde mit einer Gefäßchirurgischen Spezialsprechstunde im MVZ Holzkirchen zusätzlich eine ambulante Anlaufstelle geschaffen. Zum Jahreswechsel trat Dr. med. Meisner die dortige Leitung der Gefäßmedizin an. Die enge Zusammenarbeit der beiden Standorte macht das Portfolio des Gefäßzentrums Agatharied komplett.

 

Als ehemaliger Oberarzt im Klinikum rechts der Isar in der Klinik und Poliklinik für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie übernimmt Dr. med. Franz G. Meisner als neuer Leiter die Gefäßmedizin im MVZ Holzkirchen im Atrium. Hier wird der gefäßchirurgische Facharzt nicht nur klinische, doppler- und duplexsonographische Untersuchungen am arteriellen und venösen System, sondern auch Eingriffe im ambulanten OP-Zentrum Oberland im Atrium durchführen. Aufgrund seiner großen operativen Erfahrung wird er zusätzlich als neues Mitglied des Gefäßzentrums Agatharied im Krankenhaus Agatharied auch stationäre Eingriffe in Zusammenarbeit mit dem bereits bestehenden Team aus mittlerweile fünf Fachärzten durchführen.

 

An seinen nun drei Sprechstundentagen (Montag, Donnerstag und Freitag) wird Dr. Meisner die klinischen Symptome venöser und arterieller Probleme eruieren sowie die Ursachen derer mit Hilfe der Sonographie festhalten und dokumentieren. Zusätzlich soll in Zukunft bei speziellen Fragestellungen vor allem in der Stentchirurgie die sehr moderne kontrastmittelverstärkte Sonographie im Krankenhaus Agatharied zum Einsatz kommen.

Nicht nur am Ultraschallgerät ist der Gefäßspezialist sehr erfahren: neben den klassischen operativen Verfahren ist vor allem seine Expertise im Bereich der sehr schonenden Katheter gestützten endovaskulären und endovenösen Therapie hervorzuheben. Ambulante Eingriffe können direkt in Holzkirchen erfolgen, sollte eine stationäre Behandlung notwendig sein, kann dies von Dr. Meisner im Krankenhaus Agatharied durchgeführt werden.

 

Die Schwerpunkte der ambulanten medizinischen Versorgung liegen im Bereich der Krampfaderbehandlung sowie der Implantation von Portkathetern zur Medikamentengabe über die Venen. Bei chronischen Wunden kann im MVZ Holzkirchen die Ursache eruiert und bei einem bestehenden Gefäßproblem auch behandelt werden.

 

Geboren in München und am Starnberger See aufgewachsen ist Oberbayern seine Heimat. Privat spielt der Mediziner seit über 20 Jahren in einer Jazzband und bildet seit mehreren Jahren die Ersthelfer der Freiwilligen Feuerwehr Berg fort.

Eine termintreue, zeitgerechte und hoch aktuelle medizinische Versorgung ist dem Mediziner besonders wichtig. Sein Anspruch ist eine optimale gefäßmedizinische Versorgung der Bevölkerung im nahen und fernen Umfeld mit hoher medizinischer Kompetenz in Zusammenarbeit mit den Kollegen im Umland.

 

Vita/Hintergrundinformation:

Nach seinem Studium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Harvard Medical School in Boston, USA, begann er die klinische Ausbildung am Universitätsklinikum Ulm in der Gefäßchirurgie bei Herrn Prof. Dr. med. K.H. Orend. Nach bestandener Facharztprüfung wurde er dort nach kurzer Zeit zum Oberarzt ernannt und konnte sein operatives Spektrum vor allem endovaskulär also (minimalinvasiv) mit Kathetern, welche innerhalb der Arterien bewegt werden, erweitern. Im Rahmen eines Neubaus konnte der Mediziner in Ulm parallel zur operativen Tätigkeit eine Tagesklinik für ambulante Eingriffe etablieren, welche bis heute besteht. Als gebürtiger Münchner kam er im Oktober 2014 zurück in die Heimat, wo er im Klinikum rechts der Isar bei Herrn Prof. Dr. Eckstein im Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München weiterhin als Oberarzt tätig war. Hier konnte er seine bereits bestehenden endovaskulären Kenntnisse sowohl peripher als auch endovenös erneut erweitern. Im Laufe des Jahres 2020 entwickelte sich die Möglichkeit in das MVZ Holzkirchen als dortiger Leiter der Gefäßmedizin zu wechseln. Dr. Meisner bietet das komplette Spektrum der konventionellen und endovaskulären Gefäßchirurgie sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie arteriell und venös an.

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Februar 2021

Hausham, 19.02.2021 - Ein innovatives telemedizinisches Projekt des Krankenhauses Agatharied eröffnet ganz neue Möglichkeiten der ambulanten Palliativbetreuung. Gemeinsam mit fünf Konsortialpartnern hat das Krankenhaus im Landkreis Miesbach das Projekt „TANNE“ („Telemedizinische Antworten auf Neuropalliative Nachfragen in Echtzeit“) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Hospize und SAPV-Teams (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) bei der Betreuung neurologischer Patienten zu unterstützen. Durch dieses einzigartige Projekt besteht rund um die Uhr (24/7) Zugriff auf einen Neurologen mit palliativer Erfahrung. Mit Hilfe eines Videosystems (Tablet und WLAN-Router) werden Konsile vom Patientenbett aus mit dem Expertenteam im Krankenhaus Agatharied durchgeführt. So kann telemedizinisch zur Verfügung gestellte fachneurologische Expertise helfen, die ambulante und hospizliche Versorgung neurologischer Patienten in einer palliativen Phase zu verbessern. 

Palliativmedizin vor großen Veränderungen
Die Palliativmedizin befindet sich seit Jahren in einem stetigen Wandel. Neben onkologischen Krankheitsbildern werden auch vermehrt andere Erkrankungen in die Palliativversorgung eingeschlossen. Oberärztin und Mitinitiatorin des Projektes, Dr. med. univ. Christiane Weck, erklärt: „Derzeit werden viele Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu Hause oder im Pflegeheim versorgt, ohne dass fachspezifische Hilfe zur Verfügung steht. Das betrifft beispielsweise nicht nur Patienten mit amyotropher Lateralsklerose, sondern auch mit Parkinson, Demenz, Multipler Sklerose oder einer anderen neurodegenerativen Erkrankung.“ Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl, Chefarzt der Abteilung Neurologie und der Abteilung für Palliativmedizin des Krankenhauses und Facharzt für Neurologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, betont: „Durch den Einsatz moderner Kommunikationstechnik ist es dem Neurologenteam mit ‚TANNE‘ gelungen, in Echtzeit eine ambulante Betreuung neurologischer Symptome und die Möglichkeit eines Expertengesprächs für Patienten und Angehörige anbieten zu können.“

Evaluierung nach erfolgreicher Pilotphase
In einem vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege geförderten Pilotproprojekt (12/2016 - 11/2018) wurden bereits sechs bayerische SAPV-Teams an das Fachzentrum – die Neurologie des Krankenhauses Agatharied – erfolgreich angeschlossen und mit speziell konzipierten mobilen Telesystemen ausgestattet. 

Eine Anschlussförderung der Paula Kubitschek-Vogel Stiftung erlaubte es, dieses Projekt für weitere 12 Monate und mit insgesamt 15 SAPV-Teams fortzuführen (12/2018 - 11/2019). Aufbauend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre und durch Förderung des Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kann diese neue Versorgungsform im Rahmen einer klinischen Studie über 24 Monate hinweg intensiv erforscht werden. Patienten mit einer neurologischen Erkrankung bzw. einer neurologischen Diagnose (auch Nebendiagnose) sollen in die Studie eingeschlossen werden, die im April dieses Jahres starten wird.

Dem telemedizinischen Zentrum am Krankenhaus Agatharied stehen folgende Konsortialpartner des Projektes zur Seite:

Die AOK Bayern unterstützt als größte Krankenkasse Bayerns das Projekt. 

Die Arbeitsgruppe Medizinökonomie unter Federführung von Prof. Dr. Jürgen Zerth (Wilhelm Löhe Hochschule/Universität Bayreuth) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Maier (Universität Bayreuth/BA Sachsen) und korrespondierender Begleitung durch Prof. Dr. Volker Ulrich (Universität Bayreuth) wird die gesundheitsökonomische Evaluation des Projektes durchführen.

Prof. Dr. Kirsten Brukamp (Evangelische Hochschule Ludwigsburg) wird die sozialen, psychologischen, ethischen und rechtlichen Aspekte dieses Projektes beleuchten, da es sich um ein ethisch sensibles Thema handelt. Auch soll die Nutzungsorientierung im Sinne der Verbesserung der Nutzungsfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit des Projektes untersucht werden.

Die technische Evaluation und Ausstattung erfolgt durch die Firma Meytec, mit der bereits die Pilotphase erfolgreich durchgeführt wurde. 

Die statistische Evaluation, die Datenerfassung und die elektronische Fallakte dieses Projektes werden mit der Firma StatConsult erarbeitet. Es handelt sich um eine Firma, die als Auftragsinstitut im Umfeld klinischer Forschung und Entwicklung tätig und dabei auch auf biometrische Aspekte klinischer Studien spezialisiert ist. Andererseits ist die Firma Entwickler und Betreiber der Software PalliDoc® die zur Dokumentation u.a. im Bereich der ambulanten Palliativversorgung eingesetzt wird und als Grundlage der gemeinsamen elektronischen Fallakte dient. 

Flächendeckende ambulante Versorgung
Mithilfe der telemedizinischen Palliativ Care können ambulante Palliativteams fortan auch bei jenen komplexen Fragestellungen, die bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen auftreten, kompetent und zeitnah unterstützt werden. Professor Lorenzl unterstreicht die Bedeutung des Verfahrens: „Wenn die häuslichen Umstände es erlauben, können wir die Patienten durch diese neuartige Möglichkeit zur Zusammenarbeit künftig bis zu ihrem Lebensende zuhause versorgen. Die beachtliche Mobilität unserer Lösung und die Verbindung des bestehenden palliativen und neurologischen Fachwissens durch IT-gestützte Instrumente können in Zukunft zu einer flächendeckenden ambulanten Versorgung von neurodegenerativ erkrankten Menschen führen.
Auch und gerade in dünn besiedelten Gebieten. Dazu werden in ganz Bayern ambulante Palliativteams und Hospize mit dem telemedizinischen Zentrum am Krankenhaus Agatharied vernetzt.“

„TANNE“ als Regelversorgung
„Ziel ist es, Expertenwissen einem breiten Raum zugänglich zu machen und eine neurologische Fachexpertise in die ambulante Versorgung einzubringen, in der jeder Patient, unabhängig von seinem Wohnort, die gleiche spezialisierte medizinische Versorgung erhalten kann“, betont. Dr. med. univ. Christiane Weck. „Gleichzeitig wird das Projekt wissenschaftlich begleitet, damit die benötigten Daten gesammelt werden können, um ‚TANNE‘ in Zukunft in die Regelversorgung überführen und damit allen Patienten dauerhaft zugänglich machen zu können.“

Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Kelbel wagt die Prognose: „Diese intelligente Kombination aus ambulanter Versorgung und telemedizinisch abrufbarem Expertenwissen kann künftig zu einem Erfolgsmodell zeitgemäßer medizinischer Versorgung werden.“ 

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Januar 2021

Hausham, 26.01.2021 - Ein kleiner Piecks hat große Wirkung, nämlich dann, wenn er in Form einer Impfspritze jenen Menschen verabreicht wird, die in ihrem beruflichen Alltag bei der Behandlung von Patienten in den Covid-19-Risikobereichen nur durch ihre Schutzausrüstung von dem hochansteckenden Erreger getrennt sind. Bei der Priorisierung der Impfkandidaten wird auch berücksichtigt, ob ein persönliches erhöhtes Risikoprofil besteht. Nach einer erneuten Impfkaskade am vergangenen Wochenende verzeichnet das Krankenhaus Agatharied nun bereits rund 240 geimpfte Mitarbeiter.

 

„Bei uns herrscht eine große Impfbereitschaft. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten werden zunächst die Kollegen geimpft, die in den Bereichen des Krankenhauses arbeiten, wo potentiell Corona-positive Patienten behandelt werden. Dazu zählen neben unseren beiden Isolierstationen auch die Intensivstation, der OP und natürlich die zentrale Notaufnahme. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch diesen Schutz auch weiterhin handlungsfähig bleiben und die Patienten im Landkreis in gewohnter Qualität versorgen können.“, schildert Sven Steppat, Pflegedirektor am Krankenhaus Agatharied die Priorisierung mit der die Klinikmitarbeiter die für sie vorgesehenen Impfkapazitäten des Landkreises Miesbach in Anspruch nehmen. Mittlerweile konnte bereits gut einem Viertel der Krankenhausbelegschaft eine oder auch schon beide der für einen Schutz notwendigen zwei Impfdosen verabreicht werden. Weitere Impfungen sind während der nächsten zwei bis drei Wochen geplant, sobald das Gesundheitsamt neue Lieferungen ankündigt.

 

Dr. med. Peter Wellner, Chefarzt der geriatrischen Abteilung und Mitglied des Ärztlichen Direktoriums am Krankenhaus Agatharied erhielt eine Impfung. Er ist täglich auf der Isolierstation der Klinik im Einsatz. Seine Erfahrungen als Impfkoordinator im Krankenhaus sind positiv: „Als Chefarzt für Geriatrie liegen mir die älteren Bewohner unseres Landkreises sehr am Herzen. Ich bin froh, dass es gelungen ist, im Januar die Alten- und Pflegeheime in der Gegend flächendeckend zu impfen. Im nächsten Schritt werden Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen vorgezogen, mit dem Ziel, die medizinische Versorgung auch weiterhin stabil zu gewährleisten. Die Kollegen des ärztlichen Kreisverbandes leisten hervorragende Arbeit. Die Menge des zur Verfügung gestellten Impfstoffes haben wir leider nicht in der Hand – die organisatorischen Abläufe im Impfzentrum in Hausham laufen aber einwandfrei.“

 

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Das Krankenhaus Agatharied in Zeiten der Corona-Pandemie

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Stellungnahme zum Einsatz von Cytotec (Misoprostol)

Seit dem 11.2.2020 berichten unter anderem der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung über gravierende Komplikationen in der Geburtshilfe in direktem Zusammenhang mit dem Medikament Cytotec© (Wirkstoff Misoprostol), welches seit Langem geburtseinleitend eingesetzt wird.

Unser geburtshilfliches Team (Hebammen und Ärzte/Innen) beobachtet mit Sorge die dadurch verursachte starke Verunsicherung der werdenden Mütter. Auch Frauen, deren Entbindung bereits länger zurückliegt, werden durch die aktuellen Medien nachträglich verängstigt.

Die wissenschaftliche Studienlage rechtfertigt den Einsatz geburtseinleitender Medikamente und Medizinprodukte für klar definierte Indikationen. Es sind nur wenige Präparate und Produkte in der Schwangerschaft zugelassen. Ein verantwortungsvoller, mit der Schwangeren offen kommunizierter „off-label-use" ist deshalb in der Geburtshilfe unverzichtbar.

Der Wirkstoff Misoprostol kommt im Krankenhaus Agatharied nur zum Einsatz, wenn sichergestellt ist, dass keine relevanten Operationen an der Gebärmutter (wie Kaiserschnitt) vorausgegangen sind.

Die Geburtseinleitung bedarf immer einer klaren Indikationsstellung. Grundlagen hierfür sind wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Empfehlungen u.a. der WHO – wie im Fall des Wirkstoffes Misoprostol. Nach Überschreiten des Geburtstermins erhöhen sich die Risiken für Mutter und Kind.

Grundsätzlich gilt bei jeder Geburtseinleitung, die Schwangeren über die geplante Methode bzw. mögliche Alternativen aufzuklären.

Wenn die Geburt nicht auf natürlichem Wege beginnt, stehen die Schwangere und ihr geburtshilfliches Team vor der Wahl zwischen einem Kaiserschnitt und einer Geburtseinleitung. Die meisten Schwangeren wünschen sich eine vaginale Geburt und möchten einen Kaiserschnitt vermeiden – diese Auffassung teilen Ärztinnen und Ärzte sowie Hebammen uneingeschränkt, sofern nicht aus anderen medizinischen Gründen ein Kaiserschnitt erforderlich wird.

Eine zusammen mit der Schwangeren getroffene Entscheidung zur Methode der Geburtseinleitung ist für das Vertrauensverhältnis im Kreißsaal unerläßlich.

Vor dem Hintergrund der aktuellen öffentlichen Diskussion ist wichtig zu wissen, dass alle Methoden der Geburtseinleitung neben dem erwünschten Nutzen auch Risiken bergen. Diese Risiken werden für den Fall, dass eine Geburtseinleitung notwendig wäre, mit der Schwangeren zusammen abgewogen und dann gemeinsam entschieden.

An dieser Stellen möchten wir auch auf die offizielle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) verweisen (Link).

Ihr

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach
Chefarzt Gynäkologie & Geburtshilfe

und das Team der Geburtshilfe


REFERENTIN FÜR UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
MELANIE SPEICHER M.A.

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Telefax: +49 (0)8026 393-4600

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