COVID-19 - Informationen auf einen Blick.

Sicher und geborgen gebären

Herzlich Willkommen in unserer geburtshilflichen Abteilung. Jährlich erblicken bei uns mehr als 1400 Babys das Licht der Welt. Zusammen mit der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sind wir als perinataler Schwerpunkt ausgewiesen. In einer 24/h-Versorgung bieten wir Ihnen zahlreiche geburtserleichternde Maßnahmen, eine Kinderstation/Neonatologie mit kurzfristiger Intensivversorgung, Familienzimmer, Rooming-In, etc.

Im Leben einer Frau und ihrer Familie ist die Geburt eines Kindes ein einmaliges und unvergessliches Ereignis. Als Team von Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und Kinderkrankenschwestern haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Sie auf diesem Weg in einer familienfreundlichen, entspannten und geborgenen Atmosphäre zu begleiten. Schon während der Schwangerschaft können Sie sich mit allen Fragen an uns wenden.

Lernen Sie uns einfach bei einem Infoabend für werdende Eltern kennen: jeden ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr, Restaurant des Krankenhauses. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation kann die Informationsveranstaltung im Krankenhaus derzeit leider nicht stattfinden. Beachten Sie bitte stattdessen unsere

Virtuelle Geburtsvorbereitung

Die Geburt

Mit menschlicher Zuwendung, Erfahrung und medizinischem Können helfen wir Ihnen, Ihre Vorstellungen von einer glücklichen Geburt zu verwirklichen. Wir beobachten den Geburtsverlauf und achten darauf, dass es Ihnen und Ihrem Baby gut geht.

So können Sie sich entspannen und in Sicherheit und Geborgenheit Ihr Kind zur Welt bringen.

Wir verfügen über fünf Kreißsäle. Alle Kreißsäle sind hell und freundlich eingerichtet.

Möchten Sie Ihr Kind bei uns zur Welt bringen, dann melden Sie sich in der 30. Woche im Sekretariat (08026-393 2333, E-Mail). Wir vereinbaren mit Ihnen eine Termin zur Geburtsvorstellung in der 36. Woche. Bitte bringen Sie zu dem Gesprächstermin einen Überweisungsschein von Ihrem Frauenarzt sowie einen tagesaktuellen, schriftlichen Nachweis eines Corona-Tests (nur PCR- oder Schnelltests, keine Selbsttests) nicht älter als 24h oder mit.

Während des vergangenen Jahres haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit der Möglichkeit der telefonischen Geburtsvorstellung gemacht. Bei Mehrgebährdenden und/ oder bei unkompliziertem
Schwangerschaftsverlauf bieten wir Ihnen daher gerne einen telefonischen Vorstellungstermin an. Besprechen Sie diese Möglichkeit mit Ihrem Frauenarzt. Er kann Ihre Telefonnummer gemeinsam mit dem Überweisungsschein an das Krankenhaus faxen. Wir kontaktieren Sie dann telefonisch.

Unser Team aus Ärzten und Hebammen beantwortet Ihre Fragen persönlich und vermerkt Ihre individuellen Wünsche. Besonderheiten wie z.B. eine Beckenendlage, Fragen zur PDA oder ein vorangegangener Kaiserschnitt, können bei dem Termin besprochen werden.

Die Geburtsposition können Sie je nach Ihrem persönlichen Empfinden wählen. Geht es dem Kind gut, kann das Baby - sofern keine speziellen Risiken vorliegen - auch in der Wanne im körperwarmen Wasser geboren werden. Wissenschaftliche Studien (unter anderem bei uns im Haus) haben eindeutig belegt, dass sowohl der Schmerzmittelbedarf als auch die Häufigkeit schwerer Geburtsverletzungen bei der Wassergeburt niedriger sind. Gleichzeitig handelt es sich um ein sicheres Geburtsverfahren ohne erhöhte Risiken für das Kind. Solange das Kind unter Wasser ist, verhindert ein körpereigener Schutzreflex, dass es Wasser in die Lungen bekommt. Erst nach dem "Auftauchen" entfalten sich die Lungen mit dem ersten Schrei.

Homöopathie, Akupunktur, Aromatherapie

Durch alternative Verfahren, die von unseren Hebammen regelmäßig angewendet werden, gelingt es oft, die Wehenschmerzen zu erleichtern und den Geburtsverlauf günstig zu beeinflussen. Sollten Sie eigene homöopathische Mittel, spezielle Aromaöle oder auch Damm- oder Geburtsöle haben, können Sie diese gerne zur Geburt mitbringen.
Auch eine geburtsvorbereitende Akupunktur in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann, einen unkomplizierten Geburtsverlauf begünstigen.

Schmerzmittel

Gelegentlich kann die Gabe eines verträglichen Schmerzmittels hilfreich sein.

Anästhesie in der Geburtshilfe

Die Periduralanästhesie (PDA) und Spinalanästhesie (SPA) sind gängige Arten der Schmerzbekämpfung und zeichnen sich durch Ihre hohe Wirksamkeit bei zugleich sehr hoher Sicherheit aus. Durch die Injektion eines Schmerzmittels in Höhe der Lendenwirbelsäule in die unmittelbare Umgebung der rückenmarksnahen Nerven ist die Schmerzempfindung der unteren Köperhälfte weitgehend aufgehoben. Dabei kann bei der PDA die Dosis des Schmerzmittels über einen hauchfeinen Katheter unkompliziert bedarfsgerecht gesteuert werden. Sie können trotz Schmerzfreiheit mobil bleiben und sich aktiv an der Geburt z.B. bei den Presswehen beteiligen.
Bei entsprechender Erhöhung der Dosierung kann unter einer PDA auch ein Kaiserschnitt erfolgen.

Die Spinalanästhesie, die ein fast identisches Verfahren ist (hierbei wird das Schmerzmittel wenige Millimeter tiefer eingebracht) zeichnet sich durch einen sehr raschen Wirkungseintritt mit vollständiger Schmerzfreiheit vom Bauch abwärts aus. Dieses Verfahren eignet sich daher ebenfalls hervorragend für einen Kaiserschnitt.
Beide Verfahren werden von unseren Narkoseärzten auch für andere Fachabteilungen oft durchgeführt und daher sicher beherrscht. Leichte Komplikationen sind selten, schwere Komplikationen kommen praktisch nicht vor.

Mehr zur Anästhesie in der Geburtshilfe.

Mit dem Herzton-Wehenschreiber können während der Geburt der Zustand des Kindes sowie die Abstände der Wehen überwacht werden. Dadurch können wir uns jederzeit vergewissern, dass es Ihrem Kind gut geht und eine mögliche Gefährdung frühzeitig erkennen, um entsprechende weitere Maßnahmen einzuleiten. Um Ihnen eine größtmögliche Mobilität unter der Geburt zu ermöglichen, können die Signale auch per Funk an unsere Überwachungsgeräte übermittelt werden. Auch bei einer Wassergeburt ist eine CTG-Überwachung möglich.

Um Ihr Baby möglichst sanft auf der Welt ankommen zu lassen und die Eltern-Kind-Bindung zu fördern, ermöglichen und unterstützen wir den intensiven Haut-zu-Haut-Kontakt zum Baby direkt nach der Geburt. Dies ist sowohl bei einer natürlichen Geburt als auch nach einem Kaiserschnitt lange und ungestört möglich.

Ein tagesstationäre ("ambulante") Geburt bedeutet, dass man einige Stunden nach der Geburt wieder nach Hause geht. Wenn es Mutter und Kind gut geht und Sie zu Hause für 10 bis 14 Tage Unterstützung haben, spricht nichts gegen diese Möglichkeit. Bitte denken Sie daran, die U2 ab dem 3. Lebenstag von einem Kinderarzt durchführen zu lassen.

Eine Frühgeburt (vor Ende der 37. Woche) kann nicht immer verhindert werden. Wir können diese Geburten Tag und Nacht fachgerecht begleiten. Durch die ständige Anwesenheit eines Kinderfacharztes ist die Versorgung von Frühgeborenen unmittelbar nach der Geburt ebenfalls gewährleistet.
Da wir jedoch nicht über eine Frühgeborenen-Intensivstation mit Dauer-Beatmungsmöglichkeit verfügen, sollten Frühgeburten bei uns erst ab der 34 + 0. Schwangerschaftswoche erfolgen, da die Neugeborenen dann normalerweise keine Beatmung mehr benötigen.

Erfahrungsgemäß ist der Appetit während der Geburt nicht sehr ausgeprägt. Sollten Sie während der Geburt Hunger bekommen, können Sie natürlich jederzeit etwas essen. Bewährt haben sich z.B. Energieriegel. Für den "Notfall" haben wir im Kreißsaal aber auch entsprechende Reserven.

Die ersten Tage mit Ihrem Kind

Die ersten Tage mit Ihrem Baby sind eine ganz besondere Zeit für das Zusammenwachsen von Mutter, Kind und der Familie. Unsere Station bietet Raum für Rückzug, genauso aber Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Müttern. Natürlich beantworten wir auch alle Ihre Fragen und nehmen uns dafür gerne Zeit.

Unsere Wochenstation befindet sich gleich in der Nähe des Kreißsaals sowie der Kinderstation. Direkt auf der Station finden Sie einen hellen, freundlichen Aufenthaltsraum. Dort können Sie bei Tee oder Kaffee mit Ihrem Besuch plaudern oder sich mit anderen Müttern austauschen. Für unsere Wöchnerinnen stehen ein kleiner Kühlschrank mit Milch, Joghurt und Saft sowie ein Obstkorb und Müsliflocken bereit.

Die Zimmer sind hell und freundlich mit Parkettboden ausgestattet und haben einem wundervollen Blick auf die umliegenden Berge. Die Möbel sind in hellem Holz gehalten und beweglich, so dass sie nach Ihren Vorstellungen angeordnet werden können - insbesondere wenn Sie sich für ein Einzel- oder Familienzimmer (zubuchbar sofern verfügbar) entscheiden. Jedes Zimmer ist mit einem Wickeltisch ausgestattet und verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und WC.

Ebenfalls auf der Wochenstation befindet sich das Neugeborenenzimmer, in dem Ihnen die Kinderkrankenschwestern mit Rat und Tat zur Seite stehen und die kinderärztlichen Untersuchungen stattfinden. Die tägliche Körperpflege des Säuglings, wie das Wickeln, die Nabelpflege sowie das Stillen bzw. die Ernährung Ihres Babys erklären Ihnen die Schwestern im Rahmen des 24 h Rooming-in in den Wöchnerinnenzimmern.

Stillen ist aus unserer Sicht die natürlichste Form der Ernährung. Muttermilch hat immer die richtige Zusammensetzung und Temperatur und ist immer verfügbar. Aber auch fürs Stillen gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Gerade in den ersten Tagen können Ängste, Unsicherheiten und Schwierigkeiten beim Stillen entstehen. Dafür ist unser Team aus Kinderschwestern, Hebammen und Laktationsberatung immer an Ihrer Seite, um Ihnen einen erfolgreichen Still-Start zu ermöglichen.

Sollten Sie aus persönlichen oder medizinischen Gründen nicht stillen wollen, unterstützen wir Sie von Anfang an im Umgang mit dem Fläschchen und geben Ihnen Tipps für die Auswahl der richtigen Nahrung.

Ab dem 3. Lebenstag führen die Kinderärzte die ausführliche 2. Vorsorgeuntersuchung (sog. U2) durch, welche auch einen speziellen Hörtest sowie eine Ultraschalluntersuchung der Hüften und der Nieren des Neugeborenen beinhaltet. Außerdem wird bei allen Babys am 2. Lebenstag ein Bluttest auf zahlreiche behandelbare Stoffwechselerkrankungen vorgenommen.

Unsere Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin steht unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Martina Kranz. Die Abteilung ist rund um die Uhr mit einem Facharzt für Kinderheilkunde besetzt. So ist zu jeder Tages- und Nachtzeit eine kompetente kinderärztliche Versorgung gewährleistet. Sollte Ihr Kind einmal intensiver überwacht werden müssen, so wird es auf unserer Kinderstation betreut, die sich direkt neben der Wöchnerinnenstation befindet. Selbstverständlich können Sie rund um die Uhr zu ihrem Kind, um es zu stillen oder einfach bei ihm zu sein.

Die ersten Tage nach der Geburt bedeuten eine sensible Phase für das Zusammenwachsen junger Familien. Um diesen Prozess zu fördern, bitten wir Besucher und Gratulanten, die Besuchszeit von 15 bis 19 Uhr zu respektieren.

Die meisten Mütter bleiben nach einer normalen Geburt etwa 3 Tage in unserer stationären Betreuung. Nach einem Kaiserschnitt verlängert sich der Aufenthalt um 1-2 Tage.

Unsere Babyfotografinnen kommen am Dienstag und Donnerstag sowie einmal am Wochenende zwischen 17 und 19 Uhr auf die Wochenstation. Wenn Sie es wünschen, können Sie eine professionelle Fotoserie Ihres Kindes machen lassen. Die Kosten variieren je nach Umfang der Serie.
Zusätzlich können wir auf Wunsch auch ein Foto von Ihrem Baby auf der Homepage des Krankenhauses in unserer Babygalerie veröffentlichen, damit die Verwandtschaft im In- und Ausland Ihren Nachwuchs bewundern kann!

Im Sekretariat von Chefarzt Dr. med. Stefan Rimbach können Sie zwischen 8 und 16 Uhr die standesamtliche Anmeldung ihres Kindes vornehmen lassen. Die Formulare werden dann von uns ans Standesamt Hausham weitergeleitet. Dort können Sie nach etwa einer Woche die fertigen Unterlagen und Geburtsurkunden ohne weitere Terminvereinbarung abholen.

Welche urkundlichen Nachweise Sie für die standesamtliche Anmeldung bei uns benötigen, hängt von Ihrem Familienstand und Ihrer Nationalität ab.
Auskünfte erteilt auch das Standesamt Hausham (Schlierseer Str. 18 in 83734 Hausham, Telefon 08026 3909-62 bzw. -63 und -64)

Informationen zur Beurkundung Ihres neugeborenen Babys

Benötigte Unterlagen zur Beurkundung Ihres Kindes​​​​​​​

Hebammen

Unser Hebammenteam besteht aus 19 erfahrenen freiberuflichen Hebammen. Sie arbeiten in 12-Stunden-Schichten zu zweit in einem festen Dienstplan, zusätzlich tagsüber einer weiteren Hebamme für die Ambulanz/Geburtsvorstellung.
Neben der Tätigkeit im Krankenhaus bieten die Hebammen auch eine umfangreiche Betreuung vor und nach der Geburt an, unter anderem im Hebammenhaus Miesbach mit einem vielfältigen Kursangebot. Zudem bieten die Hebammen zusammen mit den anderen freiberuflichen Hebammen des Landkreises auch die häusliche Nachsorge im Wochenbett an.
Bitte kümmern Sie sich rechtzeitig vor der Geburt um eine Hebamme in Ihrer Nähe, die Sie nach der Geburt betreut. Eine entsprechende Liste mit allen Hebammen erhalten Sie bei uns im Kreißsaal. Weitere Infos: www.hebammenhaus-agatharied.de.

Informationen, wie die Telefonnummern der Hebammen des Krankenhaus Agatharied, weiterer Hebammen im Landkreis sowie alle wichtigen Adressen für junge Familien im Landkreis Miesbach sind stets aktuell im "Familienwegweister" zusammengefasst. Zu beziehen ist der Wegweister über die KoKi-Stelle des Landratsamts Miesbach, Monika Stahlhofer, Tel. 08025 704-4204, Fax 08025 704-74204, E-Mail oder www.landkreis-miesbach.de.

Entbindung und Covid-19? Ihre häufigsten Fragen und unsere Antworten

Nein, die Schwangerschaft stellt nach bisherigen Erkenntnissen kein besonderes Risiko dar. Das Ansteckungsrisiko und der Verlauf der Infektion richten sich nach denselben Faktoren wie bei der übrigen Bevölkerung.

Bislang gibt es dazu keine gesicherten Erkenntnisse. Erste vorliegende Beobachtungen sprechen aber eher gegen eine intrauterine Übertragung – die Übertragung innerhalb der Gebärmutter. Einzelne Verdachtsfälle werden derzeit noch weiter untersucht, wobei diese aber auf weitgehend unsicheren Testverfahren beruhen.

Leider lässt sich aufgrund fehlender Daten noch nicht klar beantworten, wie sich eine Infektion mit Covid-19 in der Frühschwangerschaft auswirkt.

Meist verläuft die Infektion (wie bei Nicht-Schwangeren) mit leichten Beschwerden. Mögliche  Symptome können sein: Fieber, Husten, Müdigkeit, Atembeschwerden, Durchfall, Hals- und Gliederschmerzen, Geruchs- und Geschmacksstörungen. Dramatische Verläufe scheinen bislang sehr selten.

Nach bisherigen Erkenntnissen scheint die Infektion den Schwangerschaftsverlauf nicht zu beeinträchtigen. Möglicherweise treten etwas häufiger vorzeitige Wehen auf.

  • Eine feste Begleitperson oder der werdende Vater sind zur Geburt des Kindes selbstverständlich zugelassen und dürfen während der gesamten Geburt anwesend sein (auch im Falle eines Kaiserschnitts)
  • Nach der Geburt gilt für Väter oder eine feste Bezugsperson eine Besuchszeit von einer Stunde am Tag nach der Geburt
  • Bitte bringen Sie nach Möglichkeit zu allen planbaren und vorhersehbaren Aufenhalten im Krankenhaus einen tagesaktuellen, schriftlichen und negativen AG Schnelltest aus einer Apotheke oder einer zugelassenen Stellen mit. Infos unter www.reihentestung.de
  • Geschwisterkinder sind leider nicht zugelassen; es ist nur eine Begleitperson (immer die selbe) als Besuch erlaubt
  • die Begleitperson soll sich möglichst nur im Zimmer aufhalten und während des gesamten Aufenthalts eine FFP2 Maske tragen. Andere Bereiche des Krankenhauses sollen aus Infektionschutzgründen gemieden werden.

Bislang vorliegende Beobachtungen sprechen für eine sehr geringe Infektionswahrscheinlichkeit von unter 1% mit meist milden oder sogar symptomlosen, im Einzelfall aber auch dramatischen, Verläufen.

Es spricht aktuell nichts gegen eine normale vaginale Geburt. Eine Infektion des Neugeborenen im Geburtskanal wurde bislang nicht nachweislich beobachtet, sodass auch infizierte werdende Mütter vaginal entbinden können.

Die Entscheidung für eine Kaiserschnittgeburt ergibt sich daher, wenn überhaupt, aus anderen geburtshilflichen Gründen. Nur wenn eine erhebliche Beeinträchtigung der Schwangeren durch die Infektion, z.B. durch Atemnot, besteht, kann die Indikation zum Kaiserschnitt nach Risikoabwägung gegeben sein.

Stillen ist sogar erwünscht und bislang spricht nichts dagegen.

In der wissenschaftlichen Literatur werden jetzt erste Studien zur Schwangerschaft veröffentlicht. Diese geben die Erfahrungen aus China, aber auch erste Erfahrungen aus Europa wieder. Die Zahl der wissenschaftlich berichteten Fälle liegt allerdings noch unter 100, was einer sehr dünnen Datenlage entspricht.

Auch in Zeiten von Covid19 steht für uns eine sichere und zugewandte Geburtshilfe an erster Stelle.

Was die Geburt selbst anbelangt, gibt es für  Schwangere ohne Verdacht auf eine Covid-19-Infektion keine Änderungen zum gewohnten Vorgehen vor der Corona-Krise. Natürlich dürfen werdende Väter ihre Partnerin während der gesamten Geburt unterstützen, sofern sie selbst und die werdende Mutter keinen Anhalt für eine Infektion bieten. Wichtig ist selbstverständlich ein negativer Test im Vorfeld und das konsequente Einhalten der geltenden Hygieneregeln inkl. Tragen einer FFP2 Maske. Die gesamte Betreuung einschließlich Stillförderung und Unterstützung im Wochenbett findet wie gewohnt statt. Lediglich Familienzimmer können derzeit nicht angeboten werden. Die Besuchszeit auf der Wöchnerinnenstation ist derzeit auch für Väter auf eine Stunde am Tag nach der Geburt beschränkt.

Infizierte Schwangere oder solche, bei denen der Verdacht auf eine Infektion besteht, werden bereits ab dem Krankenhauszugang durch eine spezielle Schleuse in den Kreißsaal gebracht. Für infizierte werden dort isolierte Entbindungszimmer vorgehalten. Das geburtshilfliche Personal im Kreißsaal und auf der Station wurde speziell für den Umgang mit der Corona-Infektion geschult. Da Ärzte und Hebammen im Kreißsaal, durch die Aerosole die während der Geburt entstehen, besonders gefährdet sind, wurden spezielle Standards zu deren Schutz entwickelt und schriftlich festgehalten. Bei der Entbindung infizierter Schwangeren tragen Hebammen und Ärzte volle Schutzausrüstung. Leider können in diesem Fall infizierte Väter oder Partner infizierter Schwangerer nicht zugelassen werden.

Abgetrennt von den Bereichen, in denen nicht infizierte Patienten versorgt werden, sind auf der Wöchnerinnen-Station Zimmer für Verdachtsfälle und bestätigte infizierte Fälle vorbereitet. Alle Zimmer sind wie üblich mit Wickelmöglichkeit etc. ausgestattet. Die Neugeborenen werden regelmäßig untersucht, um keine Anzeichen einer möglichen Infektion zu übersehen. Auch die Kinderärzte sind vor Ort. Stillen ist entsprechend den Empfehlungen der WHO und der deutschen Fachgesellschaften ausdrücklich erwünscht – auch bei infizierten Müttern. Diese sollen dann eine Gesichtsmaske tragen und speziell auf eine sorgfältige Händehygiene achten.

Bislang haben sich die getroffenen Maßnahmen als sehr erfolgreich erwiesen. Wir freuen uns, dass sich werdende Eltern auch in dieser herausfordernden Zeit in unserem Krankenhaus sicher aufgehoben fühlen.